Besser als erwartet — und trotzdem auf Talfahrt. Navitas Semiconductor hat im ersten Quartal 2026 die Analystenerwartungen übertroffen, aber die Börse reagierte mit einem zweistelligen Kursrückgang innerhalb von zwei Handelstagen.
Zahlen schlagen Schätzungen, Kurs fällt trotzdem
Der Umsatz lag bei 8,6 Millionen Dollar — rund drei Prozent über dem Konsens. Der Non-GAAP-Verlust je Aktie fiel mit minus 0,04 Dollar schmaler aus als erwartet. Klingt solide. Die Aktie verlor trotzdem: erst 7,4 Prozent im nachbörslichen Handel, dann weitere 9,2 Prozent am Mittwoch.
Der Grund liegt im GAAP-Bild. Der operative Verlust betrug 27,8 Millionen Dollar. Der Nettoverlust kletterte auf 33,8 Millionen Dollar — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Dazu kommen aktienbasierte Vergütungen von 10,3 Millionen Dollar und ein Verlust aus der Neubewertung von Earnout-Verbindlichkeiten. Das Non-GAAP-Ergebnis sieht deutlich freundlicher aus als die wirtschaftliche Realität.
Strategiewende mit Preis
Der Jahresvergleich macht die Transformation sichtbar. Im ersten Quartal 2025 erzielte Navitas noch 14,0 Millionen Dollar Umsatz. Der Rückgang auf 8,6 Millionen ist kein Zufall, sondern Programm. CEO Chris Allexandre bezeichnet den Schritt als bewussten Umbau: weg vom Mobilfunk- und Konsumgeschäft, hin zu Hochleistungsmärkten wie KI-Rechenzentren.
Konkret heißt das: Navitas demonstrierte auf der APEC 2026 gemeinsam mit der EPFL einen 250-kW-Festkörpertransformator. Die Lösung basiert auf eigenen SiC-Bauteilen und zielt auf 800-Volt-Gleichstromverteilung in KI-Rechenzentren. Ferner erweiterte das Unternehmen sein SiC-MOSFET-Portfolio mit neuen Gehäuseformen für Netzteile in Serverfarmen.
Ausblick überzeugt — Analysten bleiben skeptisch
Für das zweite Quartal erwartet Navitas einen Umsatz von 10,0 Millionen Dollar, plus oder minus 0,5 Millionen. Das liegt deutlich über dem Analystenkonsens von 9,1 Millionen Dollar. Sequenziell wäre das ein Plus von über 16 Prozent.
Die Analysten sind gespalten. Morgan Stanley hob das Kursziel von 4,20 auf 12,50 Dollar an — hält aber an der Einstufung „Underweight“ fest. Das Potenzial von GaN- und SiC-Chips in KI-Anwendungen erkennt die Bank an. Bewertung und Ausführungsrisiko bleiben für sie jedoch ein Problem.
Navitas verfügt über 221 Millionen Dollar in bar. Der Cash-Burn lag im ersten Quartal bei rund 15,9 Millionen Dollar — das gibt dem Unternehmen Zeit für die Transformation. Ob die Hochleistungsstrategie schnell genug greift, um die Verluste zu drücken, entscheidet sich in den nächsten Quartalen: CFO Tonya Stevens erwartet, dass der Hochleistungsbereich den Umsatz bis Jahresende schrittweise weiter steigert.
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