610 Prozent Kursplus in einem Jahr und eine fast verzehnfachte Analystengemeinde. Wenn die Nebius Group am 13. Mai ihre Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegt, ist die Fallhöhe enorm. Der KI-Infrastrukturanbieter muss beweisen, dass sein 50 Milliarden Dollar schwerer Auftragsbestand zügig in Umsatz fließt.
Der Markt erwartet für das abgelaufene Jahresviertel Erlöse von rund 389 Millionen US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von etwa 600 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Parallel dazu rechnen Experten mit einem ausgeweiteten Verlust von 0,77 Dollar je Aktie. Der Fokus liegt klar auf der rasanten Skalierung, weniger auf kurzfristiger Profitabilität.
Milliarden-Deals im Fokus
Das Fundament der hohen Bewertung bildet die Positionierung als zentraler Akteur im Ausbau der KI-Infrastruktur. Ein 27 Milliarden Dollar schwerer Vertrag mit Meta Platforms sowie weitreichende Zusagen von Microsoft füllen die Bücher. Hinzu kommt ein strategisches Investment von Nvidia.
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Die Analystengemeinde blickt mehrheitlich optimistisch auf die Papiere, die aktuell nahe ihres Allzeithochs um 190 Dollar pendeln. Von 15 Experten raten acht zum Kauf:
- Goldman Sachs: Kursziel 205 US-Dollar, begründet mit dem jüngsten Meta-Großauftrag.
- BWS Financial & DA Davidson: Jeweils Kaufempfehlungen mit einem Ziel von 200 US-Dollar.
- Wolfe Research: Einstufung auf „Peerperform“ (Fairer Wert 80 bis 170 US-Dollar) mit Verweis auf Ausführungs- und Finanzierungsrisiken.
Die Herausforderung der Skalierung
Genau diese Risiken rücken nun in den Vordergrund. Um die gigantische Nachfrage zu bedienen, plant das Management allein im laufenden Jahr Investitionen in Höhe von 16 bis 20 Milliarden Dollar. Neun neue Rechenzentren sollen in den USA und Europa entstehen. Eine kürzlich abgeschlossene Wandelanleihe über gut vier Milliarden Dollar liefert dafür erstes Kapital.
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Investoren achten bei der Zahlenvorlage besonders auf die Entwicklung der jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR). Das Unternehmen peilt hier für das Gesamtjahr einen Wert zwischen sieben und neun Milliarden Dollar an. Obendrein erhofft sich der Markt konkrete Updates zur Integration der Eigen-KI sowie zum Fortschritt bei den Hyperscaler-Projekten.
Am Mittwoch, den 13. Mai, öffnet Nebius vor US-Börsenstart die Bücher. Hält das Wachstumstempo bei den wiederkehrenden Umsätzen an, könnte das die ambitionierte Bewertung stützen. Verzögerungen beim Ausbau der neuen Rechenzentren dürften den hochgeflogenen Kurs hingegen schnell belasten.
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