Gerade erst feierten Investoren einen historischen Infrastruktur-Deal mit Meta, da holt die finanzielle Realität den KI-Spezialisten Nebius ein. Um den gewaltigen Ausbau seiner Rechenzentren zu stemmen, kündigte das Unternehmen eine milliardenschwere Wandelanleihe an. Die Sorge vor einer Verwässerung der Anteile ließ die Euphorie sofort verfliegen und schickte den Aktienkurs um über 10 Prozent ins Minus.
Teurer Ausbau der Infrastruktur
Konkret plant Nebius die Ausgabe von Wandelanleihen im Volumen von 3,75 Milliarden US-Dollar an institutionelle Investoren. Das frische Kapital soll direkt in die KI-Cloud-Infrastruktur fließen. Dazu gehören der Bau neuer Rechenzentren, die Erweiterung bestehender Standorte und die Beschaffung von Grafikprozessoren.
Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf die ehrgeizigen Wachstumspläne des Managements. Zwar beendete Nebius das Jahr 2025 mit Barreserven von 3,68 Milliarden Dollar. Für 2026 rechnet das Unternehmen allerdings mit Investitionsausgaben zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar. Die geplante Anleihe soll helfen, diese enorme Lücke zwischen vorhandener Liquidität und den geplanten Ausgaben zu schließen.
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Die Lücke bis 2027
Verantwortlich für den Kursrutsch ist die Struktur der Finanzierung. Wandelanleihen bergen für bestehende Aktionäre stets das Risiko einer zukünftigen Verwässerung ihrer Anteile. Dieses Risiko wiegt für den Markt aktuell besonders schwer, da die Einnahmen aus den jüngsten Großaufträgen auf sich warten lassen.
Zwar sichert der neue Vertrag mit Meta Kapazitäten im Wert von bis zu 27 Milliarden Dollar. Die tatsächlichen Lieferungen und damit die Umsatzrealisierung beginnen jedoch erst Anfang 2027. Nebius muss die Infrastruktur also massiv vorfinanzieren. Das schlägt sich bereits in den Bilanzen nieder: Im vierten Quartal 2025 verdoppelte sich der Nettoverlust auf knapp 250 Millionen Dollar, da das Unternehmen die Kapitalbereitstellung für die steigende Kundennachfrage beschleunigte.
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Analysten bleiben optimistisch
Ungeachtet des jüngsten Kursrücksetzers werten Experten die langfristige Positionierung des Unternehmens positiv. Die massiven Auftragsbestände untermauern die starke Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Mehrere Analystenhäuser bekräftigten im Zuge des Meta-Deals ihre Kaufempfehlungen und passten die Kursziele nach oben an:
- BWS Financial: „Buy“, Kursziel 200 US-Dollar
- DA Davidson: „Buy“, Kursziel 200 US-Dollar
- Compass Point: „Buy“, Kursziel 150 US-Dollar
Um die ehrgeizigen Ausbauziele zu erreichen, setzt Nebius neben dem Kapitalmarkt auf strategische Partnerschaften. Nvidia wird dem Unternehmen frühzeitigen Zugang zu den kommenden KI-Chips der Vera-Rubin-Generation gewähren, die deutlich geringere Inferenzkosten versprechen. Zudem unterstützt der Chip-Gigant Nebius dabei, bis zum Jahr 2030 Rechenzentren mit einer Kapazität von über 5 Gigawatt in Betrieb zu nehmen.
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