Gleich zwei positive Nachrichten an einem Tag: Nebius hat heute seine KI-Cloud-Plattform in der Version 3.5 vorgestellt — und das just zu dem Zeitpunkt, als die Bank of America ihre Coverage mit einem Kaufrating eröffnete. Der wachsende Analystenoptimismus bekommt damit erstmals auch ein konkretes Produkt-Update als Fundament.
AI Cloud 3.5: Serverless als Kernfeature
Die neue Plattformversion bringt serverlose KI-Infrastruktur: Entwickler können Rechenlasten nahezu sofort bereitstellen, ohne manuelle Konfiguration. Das Feature befindet sich aktuell in der öffentlichen Vorschau.
Neu im Hardware-Portfolio ist außerdem Nvidias RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition — ein Prozessor, der auf KI-Inferenz, industrielle Automatisierung und pharmazeutische Forschung ausgerichtet ist. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll zudem die NVIDIA Vera Rubin NVL72 über Nebius AI Cloud verfügbar sein, zunächst in den USA und Europa.
Der Wechsel auf Rubin-GPUs dürfte sich finanziell bemerkbar machen: Der erwartete Umsatz pro Megawatt steigt von 11,6 Millionen auf 17,7 Millionen Dollar — ein Anstieg, der die höheren Investitionskosten der neuen Generation mehr als ausgleicht.
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Bank of America setzt auf 150 Dollar
BofA-Analyst Tal Liani stuft Nebius als aufsteigende Kraft im globalen KI-Infrastrukturmarkt ein und setzt ein Kursziel von 150 Dollar. Als zentrales Argument nennt die Bank den adressierbaren IaaS-Markt, der bis 2028 auf über 419 Milliarden Dollar anwachsen soll.
Gleichzeitig zeigt BofA keinen Hehl aus dem enormen Kapitalbedarf: Bis 2028 rechnet die Bank mit einem externen Finanzierungsbedarf von rund 29 Milliarden Dollar. Die Investitionsausgaben sollen von 4,1 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf 18 Milliarden im Jahr 2026 springen — und danach bei 20 Milliarden jährlich verbleiben.
Dass dieser Kapitalbedarf weniger bedrohlich wirkt als auf den ersten Blick, liegt an der Struktur der Kundenverträge. Meta hat sich verpflichtet, bis zu 27 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur von Nebius auszugeben, Microsoft weitere 19,4 Milliarden — jeweils über fünf Jahre. Rund 60 Prozent der wachstumsbedingten Ausgaben sollen direkt durch Vorauszahlungen dieser Großkunden gedeckt werden.
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Analysten-Konsens und Ausblick
BofA reiht sich in eine bereits dichte Analystenreihe ein. Die Citigroup hatte am 16. März mit einem Kaufrating und einem Kursziel von 169 Dollar begonnen. BWS Financial und DA Davidson erhöhten ihre Kursziele jeweils auf 200 Dollar. Der Konsens aus insgesamt 13 Analysten liegt laut MarketBeat bei einem durchschnittlichen Kursziel von 157,09 Dollar — bei neun Kaufempfehlungen, zwei Strong Buys, einem Hold und einem Sell.
Kapazitätsausbau mit Risikoprofil
Nebius treibt den Ausbau seiner Rechenzentren aggressiv voran. Bis Ende 2026 soll die aktive Kapazität von 170 MW auf 800 MW bis 1 GW steigen. In Independence, Missouri, erhielt das Unternehmen zudem die Genehmigung für seinen größten US-Campus — mit einer potenziellen Kapazität von 1,2 GW auf rund 160 Hektar.
Die Kehrseite: Im Geschäftsjahr 2025 standen 401,9 Millionen Dollar operativem Cashflow Investitionen von 4,1 Milliarden Dollar in Sachanlagen gegenüber. Externe Finanzierung bleibt bei diesem Wachstumstempo strukturell notwendig. Immerhin signalisiert das vierte Quartal 2025 mit 834 Millionen Dollar operativem Cashflow eine deutliche Beschleunigung.
Am 18. Mai 2026 legt Nebius seine nächsten Quartalszahlen vor — dann wird sich zeigen, wie schnell die neu aufgebaute Kapazität tatsächlich in Umsatz umgewandelt wird.
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