Nebius Group wächst in einem Tempo, das selbst im KI-Infrastruktursektor auffällt. Allerdings wächst der Kapitalbedarf noch schneller als der Umsatz — und genau das beschäftigt Wall Street.
Ausgaben wie ein Hyperscaler, Einnahmen wie ein Startup
Für 2026 plant Nebius Investitionen zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar. Neun Rechenzentren befinden sich im Bau, verteilt über die USA und Europa. Das Ziel: die Kapazität von 170 Megawatt auf bis zu ein Gigawatt ausbauen.
Der Umsatz soll von 530 Millionen Dollar im Gesamtjahr 2025 auf 3 bis 3,4 Milliarden Dollar steigen. Das klingt beeindruckend — bis man die Relation sieht. Nebius plant, für jeden erwarteten Umsatz-Dollar rund fünf bis sechs Dollar auszugeben. Sechzig Prozent der Investitionen sollen aus dem laufenden Betrieb und vorhandenen Mitteln kommen. Den Rest finanziert das Unternehmen über Fremdkapital.
Schwächen im Kontrollsystem, Insider verkaufen
Weniger beachtet, aber relevant: Im 20-F-Bericht vom 30. April 2026 offenbarte Nebius wesentliche Schwächen bei den internen Kontrollen — konkret bei der Erfassung von Anlagevermögen und der Umsatzverbuchung. Das erhöht das Risiko unentdeckter Fehler und könnte den Kapitalmarktzugang einschränken, bis die Mängel bis Ende 2026 behoben sind.
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Hinzu kommt: Insider verkauften in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von rund 15 Millionen Dollar. Käufe gab es keine.
Analysten gespalten, Backlog riesig
Wolfe Research startete die Coverage mit „Peer Perform“. Die Analysten loben die starke Nachfrage von Microsoft und Meta, warnen aber vor Ausführungs- und Finanzierungsrisiken. Die Bandbreite des fairen Werts: 80 bis 170 Dollar — ein ungewöhnlich weites Spektrum, das die Unsicherheit des Investmentfalls widerspiegelt.
Goldman Sachs bleibt bullish und erhöhte das Kursziel auf 205 Dollar. Freedom Capital Markets stufte die Aktie dagegen auf „Hold“ zurück und verwies auf Bewertungsbedenken — trotz eines angehobenen Kursziels von 154 Dollar.
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Der Rückenwind ist real. Ein Meta-Vertrag über 27 Milliarden Dollar, ein Microsoft-Commitment über 19,4 Milliarden Dollar und eine NVIDIA-Beteiligung von 2 Milliarden Dollar ergeben zusammen rund 46 Milliarden Dollar an vertraglich gesichertem Auftragsvolumen. Die jährlich wiederkehrenden Erlöse lagen Ende 2025 bei 1,25 Milliarden Dollar — ein Plus von 127 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Quartalsbericht am 13. Mai als nächster Test
Der Konsens erwartet für Q1 2026 einen Umsatz von 388,6 Millionen Dollar. Das wäre ein Plus von 600 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verluste sind weiterhin eingepreist.
Entscheidend wird sein, ob Nebius den ARR-Pfad in Richtung 7 bis 9 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr bestätigen kann. Dazu kommen operative Updates zu den Meta- und Microsoft-Deployments sowie erste Aussagen zur Integration der Eigen-AI-Akquisition. Die Aktie notiert auf Allzeithoch nach einem Kursanstieg von fast 600 Prozent im Vorjahreszeitraum — die Latte für den 13. Mai liegt entsprechend hoch.
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