Nebius Aktie: Positives Momentum genießt

Nebius Group veröffentlicht am 13. Mai die Quartalszahlen. Analysten bewerten den 46-Milliarden-Auftragsbestand und die operative Entwicklung kritisch.

Nebius Aktie
Kurz & knapp:
  • Q1-Umsatzprognose bei rund 389 Millionen Dollar
  • Meta-Deal über 12 Milliarden Dollar unterzeichnet
  • Eigen-Übernahme für 643 Millionen Dollar
  • Gemischte Analystenurteile zur Aktie

398 Nettobestellungen in einem Quartal— nein, das ist nicht die Zahl, die Nebius-Anleger gerade beschäftigt. Es ist ein anderes Verhältnis: ein Auftragsbestand von rund 46 Milliarden Dollar bei einem Unternehmen, das im ersten Quartal 2026 Umsätze von knapp 390 Millionen Dollar erwartet. Am Mittwoch, dem 13. Mai, legt Nebius Group seine Q1-Ergebnisse vor— und der Markt wird genau hinschauen, ob die Substanz hinter der Bewertung standhält.

Die Aktie notiert nahe ihres Allzeithochs von knapp 196 Dollar. Vor einem Jahr war sie noch für unter 27 Dollar zu haben. Diese Neubewertung spiegelt vor allem drei Vertragsabschlüsse wider: einen Liefervertrag mit Microsoft über 19,4 Milliarden Dollar, eine strategische Beteiligung von Nvidia in Höhe von 2 Milliarden Dollar— und den bisher größten Deal der Unternehmensgeschichte.

Meta-Deal als Fundament

Im März unterzeichnete Nebius einen Vertrag mit Meta über dedizierte KI-Rechenkapazität im Wert von 12 Milliarden Dollar über fünf Jahre, beginnend Anfang 2027. Meta verpflichtete sich außerdem, weitere 15 Milliarden Dollar in Rechenkapazität über künftige Nebius-Cluster zu investieren. Goldman Sachs hob daraufhin das Kursziel um 45 Dollar auf 205 Dollar an und erhöhte seine Umsatzschätzungen für die Geschäftsjahre 2027 bis 2030 um 30 bis 54 Prozent— bei unverändertem Kaufvotum.

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Das Bild ist allerdings nicht einheitlich. Wolfe Research startete die Abdeckung mit einer neutralen Einstufung und einer fairen Wertspanne von 80 bis 170 Dollar— die Nachfragegeschichte überzeuge, Bedenken zur Umsetzung und Finanzierung blieben jedoch bestehen. Cantor Fitzgerald initiierte mit „Overweight“ und einem Kursziel von 129 Dollar. Freedom Capital Markets stufte die Aktie auf „Hold“ zurück, nachdem sie seit der Erstempfehlung im Februar um 70 Prozent gestiegen war.

Was die Zahlen zeigen müssen

Der Konsens erwartet für Q1 einen Umsatz von rund 389 Millionen Dollar— ein Plus von etwa 600 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Profitabel ist Nebius noch nicht. Entscheidender als die reine Umsatzzahl dürfte der operative Cashflow sein: Das Management plant, vertragsgebundene Mittel für rund 60 Prozent der Investitionsausgaben 2026 zu nutzen— und die sind mit 16 bis 20 Milliarden Dollar enorm. Das Unternehmen steuert auf einen annualisierten Umsatz von 7 bis 9 Milliarden Dollar bis Ende 2026 zu, ausgehend von einer Laufrate von 1,25 Milliarden Dollar zum Jahresende 2025.

Ein erster Lichtblick: Im vierten Quartal 2025 drehte das bereinigte EBITDA erstmals ins Positive— auf 15 Millionen Dollar, nach einem Verlust von knapp 64 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Die KI-Cloud-Sparte erreichte dabei eine bereinigte EBITDA-Marge von 24 Prozent.

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Strategischer Schwenk durch Eigen-Übernahme

Parallel zur Wachstumsstory läuft eine strategische Neuausrichtung. Für 643 Millionen Dollar übernahm Nebius das KI-Optimierungsunternehmen Eigen AI— ein Schritt, der den Übergang von reiner Infrastrukturbereitstellung (IaaS) zu margenstärkerem Plattformgeschäft (PaaS) einleiten soll. Eigens Technologie reduziert Rechen- und Speicherbedarf beim Betrieb von KI-Modellen und soll in Nebius‘ Inferenz-Plattform Token Factory integriert werden.

Institutionelle Investoren haben ihre Positionen zuletzt ausgebaut: Millennium Management eröffnete eine neue Position, UBS stockte auf, Oppenheimer erhöhte seinen Bestand im vierten Quartal um fast 91 Prozent. Die Gesamtquote institutioneller Eigentümer liegt bei rund 22 Prozent— für ein Unternehmen dieser Wachstumsphase noch vergleichsweise niedrig.

Am Mittwoch vor Börseneröffnung folgen die Zahlen, um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnt die Analystenkonferenz. Ob die Marge im KI-Cloud-Segment weiter zulegt und wie konkret das Management die CapEx-Finanzierung für das laufende Jahr aufschlüsselt, wird die Richtung der Aktie in den Folgetagen bestimmen.

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