Starke Nachfrage, rasanter Kursanstieg und ein immenser Kapitalbedarf. Bei Nebius prallen derzeit extreme Gegensätze aufeinander. Der frisch veröffentlichte Jahresbericht offenbart neben ehrgeizigen Expansionsplänen auch interne Kontrollschwächen. Das sorgt vor den anstehenden Quartalszahlen für reichlich Zündstoff.
Milliarden-Investitionen und offene Fragen
Das Management meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr wesentliche Schwächen bei den internen Kontrollen. Konkret geht es um die Erfassung von Anlagevermögen und die Verbuchung von Umsätzen im Bereich TripleTen. Bis Ende 2026 will Nebius diese Mängel beheben. Solange die Prozesse nicht reibungslos laufen, steigen die Compliance-Kosten. Kurz gesagt: ein Risiko.
Parallel dazu treibt das Unternehmen einen massiven Ausbau seiner Rechenzentren voran. Für das Jahr 2026 plant Nebius Investitionen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar. Dem steht ein erwarteter Umsatz von maximal 3,4 Milliarden US-Dollar gegenüber. Einen erheblichen Teil dieser Ausgaben muss der Konzern noch über neue Schulden oder Aktienausgaben finanzieren.
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Leerverkäufer positionieren sich
Die Eigentümerstruktur birgt ebenfalls Konfliktpotenzial. Gründer Arkady Volozh kontrolliert über einen Familientrust rund 52 Prozent der Stimmrechte. Sein wirtschaftlicher Anteil liegt jedoch bei lediglich elf Prozent. Diese Konzentration erlaubt es Nebius, bestimmte Governance-Regeln der US-Börse Nasdaq zu umgehen.
Derweil ziehen sich Insider zunehmend zurück. In den vergangenen sechs Monaten verkauften sie neunmal Aktien über den offenen Markt. Käufe gab es keine. Zeitgleich stieg die Leerverkaufsquote auf über 20 Prozent des frei handelbaren Aktienbestands. Eine derart hohe Skepsis kann bei überraschenden Nachrichten starke Kursausschläge auslösen.
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Fokus auf den Quartalsbericht
Am 13. Mai präsentiert Nebius die Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Umsatzsprung auf rund 374 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum erlöste die Firma lediglich 55 Millionen US-Dollar.
Im gleichen Schritt rechnen Experten mit einem höheren Verlust. Das Minus je Aktie soll sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln. Die Aktie hat im laufenden Jahr dennoch bereits 73 Prozent zugelegt.
Am Mittwoch trifft diese hohe Marktbewertung auf die realen Geschäftszahlen. Neben den reinen Finanzkennzahlen rückt ein weiteres Ereignis in den Fokus. Investoren erwarten konkrete Details zur geplanten Übernahme von Eigen AI. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Er soll in den nächsten Wochen über die Bühne gehen.
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