Nebius Group wächst rasant. Die Kassen sind voll, die Kapazitäten bis 2026 ausverkauft. Parallel dazu verbrennt der KI-Infrastrukturanbieter massiv Geld. Ein gigantisches Ausbauprogramm reißt eine Milliardenlücke in die Bilanz. Das spaltet die Wall Street.
Volle Kassen, teure Pläne
Die Aktie reagierte am Mittwoch positiv auf die Zahlen zum ersten Quartal 2026. Der Kurs kletterte auf 141,19 US-Dollar. Nebius verfügt über ein komfortables Polster. Das Unternehmen sitzt auf Barreserven von knapp 2,5 Milliarden US-Dollar. Dem stehen kaum nennenswerte Verbindlichkeiten gegenüber.
Allerdings plant das Management für 2026 Investitionen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar. Neun neue Rechenzentren in den USA und Europa sollen entstehen. Das Ziel: ein massiver Kapazitätsausbau. Dafür fehlen dem Konzern schätzungsweise 7,2 Milliarden US-Dollar.
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Investoren müssen diese Finanzierungslücke genau im Blick behalten. Hinzu kommt eine stark negative operative Marge. Nebius verliert aktuell mehr als einen Dollar für jeden eingenommenen Dollar.
Wall Street ist uneins
Diese Diskrepanz ruft Kritiker auf den Plan. Freedom Capital Markets stufte die Aktie kürzlich auf „Halten“ ab. Die Analysten verweisen auf die hohe Bewertung nach starken Kursgewinnen. Wolfe Research sieht die Nachfrage zwar als gesichert an. Die Experten warnen aber vor Umsetzungsrisiken beim rasanten Ausbau.
Auf der anderen Seite stehen die Optimisten. Goldman Sachs hob das Kursziel auf 205 US-Dollar an. Die Bank verweist auf einen milliardenschweren Vertrag mit Meta. Dieser Deal sichere langfristige Umsätze und rechtfertige den Bewertungsaufschlag. Im Schnitt sehen Analysten ein Kurspotenzial von knapp 22 Prozent.
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Software als neuer Treiber
Nebius will künftig nicht nur Rechenleistung vermieten. Das Unternehmen plant einen strategischen Schwenk hin zu margenstarker Software. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 kommen neue Nvidia-Systeme zum Einsatz.
Parallel dazu verhandelt der Konzern über die Übernahme von AI21 Labs. Investoren bewerteten das KI-Startup zuletzt mit 1,4 Milliarden US-Dollar. Ein Kauf würde das Service-Geschäft deutlich stärken.
Die Erwartungen an das laufende Jahr bleiben hoch. Das Management peilt für 2026 einen Umsatz von mindestens drei Milliarden US-Dollar an. Der Fokus richtet sich nun auf die Prognose für das zweite Quartal. Präsentiert Nebius hier einen konkreten Plan zur Schließung der Finanzierungslücke, dürfte das die Zweifler beruhigen.
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