Der KI-Infrastrukturanbieter Nebius erlebt derzeit einen beispiellosen Lauf an der Börse. Während namhafte Analysten mit immer höheren Kurszielen die Fantasie der Anleger befeuern, baut sich im Hintergrund eine gewaltige Skepsis auf. Die geplanten Rekordinvestitionen in neue Rechenzentren rücken die zukünftige Finanzierung des rasanten Wachstums in den Mittelpunkt.
Analysten im Kaufrausch
Gestern sorgte die Investmentbank Cantor Fitzgerald für neuen Schwung. Mit einer frischen Kaufempfehlung und einem Kursziel von 129 US-Dollar trieben die Experten den Kurs um über sieben Prozent nach oben. Damit reiht sich Cantor in einen breiten Konsens ein. Institute wie die Bank of America oder Citigroup rufen bereits Ziele von 150 beziehungsweise 169 US-Dollar auf. Der durchschnittliche Zielpreis an der Wall Street liegt mittlerweile bei über 164 US-Dollar.
Hinter diesem Optimismus stehen handfeste Zahlen. Im vierten Quartal 2025 waren die Kapazitäten des Unternehmens komplett ausverkauft. Der Jahresumsatz stieg um beachtliche 479 Prozent auf knapp 530 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig konnte der bereinigte operative Verlust (EBITDA) von 266 Millionen auf rund 65 Millionen US-Dollar deutlich eingedämmt werden.
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Getragen wird diese Entwicklung von massiven Großaufträgen. Nebius hat sich feste Kapazitätszusagen in Höhe von 46 Milliarden US-Dollar von Tech-Giganten wie Microsoft und Meta gesichert. Ein strategisches Investment von Nvidia über zwei Milliarden US-Dollar untermauert zudem die Branchenposition.
Gigantischer Ausbau trifft auf Leerverkäufer
Dieser aggressive Expansionskurs hat allerdings seinen Preis. Um den anvisierten Jahresumsatz von bis zu neun Milliarden US-Dollar bis Ende 2026 zu erreichen, plant das Management Investitionen zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar. Allein die Kapazität der Rechenzentren soll sich in diesem Jahr verfünffachen. Ein Vorzeigeprojekt in Missouri mit 1,2 Gigawatt Leistung ist bereits genehmigt und soll in der zweiten Jahreshälfte ans Netz gehen.
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Diese gigantischen Ausgaben rufen Kritiker auf den Plan. Zwar liegen noch 3,68 Milliarden US-Dollar auf den Konten, der freie Cashflow war im vierten Quartal mit minus 1,22 Milliarden US-Dollar jedoch tiefrot. Entsprechend fürchten einige Marktteilnehmer zukünftige Kapitalerhöhungen und eine Verwässerung ihrer Anteile. Diese Sorge spiegelt sich in einer hohen Leerverkaufsquote von 20 Prozent wider.
Die nächsten fundamentalen Datenpunkte folgen zwischen Ende April und Mitte Mai mit dem nächsten Quartalsbericht. Analysten werden dabei besonders auf die Auslastungsquoten, die Entwicklung der Bruttomargen und die Effizienz der enormen Kapitalausgaben achten, um die Tragfähigkeit der 2026er-Ziele zu bewerten.
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