Ein Schlusskurs von 0.193 Euro und ein Tagesverlust von 3,30 % am Freitag unterstreichen, dass Anleger Nel derzeit weiterhin mit großer Skepsis begegnen. Dabei entscheidet sich die Zukunft des norwegischen Wasserstoffspezialisten längst nicht mehr allein an einzelnen Quartalszahlen. Es geht inzwischen um den dauerhaften wirtschaftlichen Kern.
Seit spätestens 6. Mai ist ein zentraler Hoffnungsträger die neue druckbeaufschlagte Alkali-Elektrolyseplattform der PA-Serie. Nach Unternehmensangaben soll sie die Kosten gegenüber älteren Systemen um bis zu 60 % senken und Elektrolyseure wirtschaftlicher machen. Gleichzeitig möchte Nel die Abhängigkeit von staatlichen Förderprogrammen reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte verbessern. Gelingt die Kommerzialisierung, könnte dies die Grundlage für eine nachhaltigere Geschäftsentwicklung schaffen.
Die Börse misstraut der Entwicklung ersichtlich
Dem stehen allerdings erhebliche Herausforderungen gegenüber. Bevor großes Kapital in die Aktie investiert (die Marktkapitalisierung beläuft sich auf weniger als 400 Millionen Euro) muss einiges passieren: Investoren erwarten inzwischen nicht mehr allein steigende Auftragseingänge, sondern vor allem belastbare Umsätze, bessere Margen und dauerhaft profitable Projekte. Das Manko:
Zwar legte der Auftragseingang im zweiten Quartal kräftig zu, gleichzeitig gingen die Umsätze zurück und die Verluste fielen höher aus als von Analysten erwartet. Entscheidend wird deshalb sein, ob Nel die vorhandenen Aufträge künftig erfolgreicher in profitable Geschäfte umsetzen kann.
Für zusätzliche Unsicherheit sorgt der bevorstehende Führungswechsel. Vorstandschef Håkon Volldal wird das Unternehmen spätestens Anfang 2027 verlassen. Gleichzeitig verfügt Nel mit liquiden Mitteln von 1,33 Milliarden Kronen weiterhin über einen finanziellen Puffer, der dem Unternehmen Zeit verschafft, seine Strategie weiter umzusetzen.
Auch aus technischer Sicht bleibt die Ausgangslage anspruchsvoll. Die Aktie notiert weiterhin deutlich unter ihren langfristigen Durchschnittslinien und liegt nur wenig über dem 52-Wochen-Tief. Gleichzeitig signalisiert ein niedriger Relative-Stärke-Index eine überverkaufte Situation, weshalb am Markt sowohl über eine mögliche Bodenbildung als auch über eine Fortsetzung des Abwärtstrends diskutiert wird.
Oder anders gesagt: Einen Funken Hoffnung sehen die Trader derzeit trotz allem noch. Investoren sind dauerhaft skeptisch.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 18. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

