Die Nel ASA konnte sich am Montag zwar um 1,96 % auf 0,21 Euro verbessern. An der grundsätzlichen Einschätzung des Marktes hat sich dadurch allerdings kaum etwas geändert. Der Titel bleibt aus wirtschaftlicher Sicht in einer schwierigen Lage.
Vor allem die operative Entwicklung überzeugt derzeit nur bedingt. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz von lediglich gut 70 Millionen Euro erwartet. Gleichzeitig dürfte das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 38 Millionen Euro ausweisen. Im kommenden Jahr rechnen Beobachter zwar mit einer Verbesserung. Der Umsatz soll auf etwa 125 Millionen Euro steigen, während sich der Verlust auf rund 29 Millionen Euro verringern könnte. Von einer nachhaltigen Rückkehr in die Gewinnzone ist Nel ASA damit allerdings weiterhin weit entfernt.
Nel Asa: Das wird nicht reichen
Entsprechend schwer fällt es auch langfristig orientierten Investoren, sich für die Aktie zu begeistern. Mit einer Marktkapitalisierung von lediglich 347,55 Millionen Euro unterschreitet das Unternehmen die Größenordnung, die viele institutionelle Investoren als Mindestvoraussetzung ansehen. Zahlreiche Fonds investieren erst ab Börsenwerten von 500 Millionen Euro oder sogar einer Milliarde Euro.
Auch aus charttechnischer Sicht bleibt die Ausgangslage angespannt. Die Aktie notiert rund drei % unter dem GD200 und mehr als neun % unter dem GD100. Damit befindet sich der Titel unverändert in einem klaren technischen Abwärtstrend.
Hinzu kommt, dass es dem Unternehmen derzeit an positiven Impulsen fehlt. Neue Unternehmensnachrichten blieben auch am Montag aus. Nach dem angekündigten Rücktritt des CEO Mitte Juni war die Aktie zusätzlich unter Druck geraten und konnte sich davon bislang nur teilweise erholen.
Immerhin sehen Charttechniker im Bereich von 20 Cent derzeit eine wichtige Unterstützung. Solange diese Marke hält, dürften kurzfristig orientierte Trader dem Titel weiterhin Aufmerksamkeit schenken. Für wirtschaftlich orientierte Anleger spricht derzeit allerdings nur wenig für ein Engagement. Das zeigt sich auch daran, dass die Kursziele der Analysten sogar leicht unter den aktuellen Notierungen liegen.
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