Innerhalb einer Woche hat Nel ASA zwei Aufträge über je rund 7 Millionen US-Dollar an Land gezogen. Der jüngste geht an ein öffentliches Versorgungsunternehmen in den USA. Das klingt nach Schwung — und tatsächlich zeigt die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 15 Prozent.
Quartalszahlen: Weniger Verlust, weniger Aufträge
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 sind ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank um 5 Prozent auf 148 Millionen Norwegische Kronen. Der Nettoverlust schrumpfte jedoch spürbar: von 179 Millionen auf 144 Millionen Kronen. Das EBITDA verbesserte sich auf minus 100 Millionen Kronen, nach minus 115 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Die Liquidität bleibt solide. Ende März hielt Nel rund 1,44 Milliarden Kronen in der Kasse.
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Das eigentliche Problem liegt woanders. Der Auftragseingang brach im Quartal um 73 Prozent ein — auf nur 85 Millionen Kronen. CEO Håkon Volldal verweist auf gestiegene Projektmargen als Gegenargument. Der Auftragsrückstand lag zum Quartalsende bei 1,113 Milliarden Kronen.
Containerisierte Systeme als Wachstumshebel
Beide Neuaufträge betreffen sogenannte containerisierte PEM-Elektrolyseure. Das sind standardisierte Systeme, die sich schneller installieren lassen als Einzelanfertigungen. Nel sieht wachsendes Interesse vor allem bei Projekten zwischen 50 und 150 Megawatt. Standardisierung senkt dort die Komplexität — und damit die Kosten für den Kunden.
Der US-Auftrag folgte nur sechs Tage nach einem ähnlichen Abschluss für ein europäisches Projekt. Ob das den Beginn einer stabileren Auftragspipeline markiert, wird sich an den nächsten Quartalen ablesen lassen.
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Der eigentliche Katalysator: Alkaline-Plattform
Das Wichtigste steht noch aus. Nel will noch im ersten Halbjahr 2026 seine neue „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform kommerziell auf den Markt bringen. Sieben Jahre Entwicklung stecken darin. Prototypentests am norwegischen Standort Herøya sind abgeschlossen.
Die EU fördert die Industrialisierung dieser Technologie mit bis zu 135 Millionen Euro. Das Ziel: niedrigere Investitionskosten und bessere Energieeffizienz für großskalige Wasserstoffprojekte.
Gelingt der Launch planmäßig, wäre das der erste echte Beweis, dass Nel die Technologieführerschaft in einen skalierbaren Markt übersetzen kann. Der nächste offizielle Datenpunkt ist der Halbjahresbericht am 15. Juli 2026.
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