Nel ASA konnte sich auch zum Ende der Handelswoche durchaus nach oben schieben. Die Aktie gewann rund 1,6 % auf 0,3535 Euro. Die Kursentwicklung bleibt bemerkenswert, denn seit dem Tiefpunkt im März hat sich die Aktie nahezu verdoppelt. Die zentrale aktuelle Unternehmensnachricht ist jedoch nicht die Kursbewegung, sondern die Einführung einer neuen Generation druckbeaufschlagter alkalischer Elektrolyseure.
Nach Angaben des Unternehmens soll die neue Plattform, die seit dem 6. Mai aktiv ist, Systemkosten von weniger als 1.450 Dollar pro Kilowatt ermöglichen. Für die Wasserstoffindustrie ist die Kostenfrage entscheidend, weil die Wirtschaftlichkeit vieler Projekte direkt von den Investitionskosten abhängt. Die Technologieeinführung ist daher ein operatives Ereignis mit unmittelbarer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Nel Asa: Neu im Geschäft
Auch meldete Nel mehrere neue Aufträge. Eine Tochtergesellschaft in den USA erhielt einen Auftrag über 7 Millionen Dollar für Elektrolyseausrüstung. Weitere Aufträge betreffen PEM-Elektrolyseure und industrielle Wasserstoffanlagen. Diese Meldungen liefern erste Hinweise darauf, dass die Nachfrage trotz der schwierigen Marktlage vorhanden bleibt.
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Die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen zeigen allerdings, warum die neue Technologie so wichtig geworden ist. Im ersten Quartal 2026 ging der Umsatz zurück. Gleichzeitig meldete Nel einen EBITDA-Verlust von 100 Millionen Norwegischen Kronen. Das Unternehmen arbeitet damit weiterhin defizitär und benötigt zusätzliche operative Verbesserungen, um die Profitabilität zu erreichen.
Eine wichtige Stütze bleibt die Bilanz. Der Konzern verfügt über rund 1,4 Milliarden Norwegische Kronen an Liquidität. Dadurch kann Nel die Weiterentwicklung seiner Technologie finanzieren, ohne kurzfristig auf externe Kapitalmaßnahmen angewiesen zu sein.
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Auch die Umsatzschätzungen zeigen, worauf Investoren setzen. Analysten erwarten für 2026 Erlöse von 791 Millionen Norwegischen Kronen. Für 2027 wird bereits ein Umsatz von 1,45 Milliarden Norwegischen Kronen prognostiziert. Die erwartete Umsatzsteigerung fällt damit deutlich stärker aus als die Verbesserung der Gewinnentwicklung.
Dennoch sind die Analysten beim Kursziel nicht durchgehend positiv. Die Stimmen sind jetzt im extrem starken Aufwärtstrend indes wichtig.
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