Am Pfingstmontag erzeugte die Nel ASA erneut starke Kursbewegungen. Die Aktie notiert in München zuletzt bei 0,3450 Euro und erreicht damit den höchsten Stand der vergangenen Handelswochen. Der Aufwärtstrend wird immer stärker. Die Aktie hat wichtige Linien wie den GD200 sehr weit hinter sich gelassen. Vieles davon scheint aktuell nach Meinung diverser Beobachter noch immer als spekulativ.
Das zeigen auch die Handelsergebnisse der jüngeren Vergangenheit: Über fünf Handelstage ergibt sich inzwischen ein Anstieg von mehr als 19 %, während das Jahresplus auf über 73 % anwächst.
Besonders bemerkenswert ist die Kombination aus steigender Marktbewertung und gleichzeitig schwachen Auftragseingängen. Im vergangenen Quartal gingen neue Bestellungen massiv zurück. Damit entsteht ein deutlicher Unterschied zwischen Börsenerwartungen und wirtschaftlicher Entwicklung. Es wäre erstaunlich, wenn die Notierungen nicht als riskant gelten würden.
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Nel Asa: Nicht ungefährlich
Auf der anderen Seite mehren sich neue Industrieprojekte. Ein Folgeauftrag aus den USA für containerisierte PEM-Anlagen stärkt die internationale Präsenz des Unternehmens. Zusätzlich gewinnt ein Referenzprojekt in Südkorea an Bedeutung.
Dort wurde zuletzt eine netzunabhängige Anlage mit 10 Megawatt Leistung in Betrieb genommen. Solche Projekte erhöhen die Sichtbarkeit der Technologie und könnten neue Kunden anziehen.
Auch die Analystenseite reagiert auf die Entwicklungen. Die durchschnittliche Einschätzung bleibt zwar im Bereich „Reduzieren“, gleichzeitig wurden die Gewinnprognosen zuletzt leicht angehoben. Das zeigt, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die weitere Entwicklung derzeit ausfallen.
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Hinzu kommt eine außergewöhnlich hohe Volatilität. Die Schwankungsintensität der vergangenen Wochen bleibt extrem hoch und verdeutlicht die Nervosität im gesamten Wasserstoffsegment. Bereits kleinere Nachrichten reichen aus, um starke Kursbewegungen auszulösen. Das kann nicht nur nach oben gehen, sondern auch zu Abwärtsbewegungen führen.
Positiv wirkt dagegen die solide Liquiditätssituation. Mit rund 1,4 Milliarden NOK bleibt genügend finanzieller Spielraum vorhanden, um laufende Projekte weiterzuführen. Gleichzeitig belasten geopolitische Verzögerungen bei internationalen Vorhaben weiterhin die Planung.
Das heißt: Die Nel Asa ist formal im sehr starken Aufwärtstrend. Wirtschaftlich betrachtet bleiben echte Fragezeichen, die zumindest im Blick sind.
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