Nel Asa musste nun einen Abschlag von-2,3 % verbuchen. Die Norweger kamen auf einen Kurs in Höhe von 0,192 Euro, was aktuell noch immer einem klaren technischen Abwärtstrend entspricht. Die jüngste Analystenentscheidung hängt Nel ASA weiter nach. JPMorgan kappte das Kursziel vor gut zwei Wochen von 2,90 auf 1,80 norwegische Kronen und bestätigte gleichzeitig das Votum „Neutral“. Andere klar datierte Analystenaktionen größerer Häuser blieben seither aus. Nel ASA steht am Mittwoch bei 0,1936 Euro und gibt dabei 0,41 % ab. Auf Sicht von sieben Tagen summiert sich das Minus auf 6,4 %, während der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 0,365 Euro inzwischen etwas mehr als 47 % beträgt.
Nel Asa: Überhaupt nicht in Form
Dabei liefern die Zahlen für das zweite Quartal 2026 ein deutlich widersprüchlicheres Bild als der reine Kursverlauf. Der Auftragseingang sprang gegenüber dem Vorjahresquartal um 224 % von 71 auf 230 Millionen norwegische Kronen. Gleichzeitig belief sich der Auftragsbestand zum Quartalsende auf 1,213 Milliarden norwegische Kronen. Nel verfügt zudem über liquide Mittel von 1,328 Milliarden norwegischen Kronen.
Die starke Entwicklung bei neuen Bestellungen schlug sich allerdings noch nicht in den laufenden Erlösen nieder. Der Umsatz aus Kundenverträgen sank um 12 % auf 153 Millionen norwegische Kronen. Die gesamten Umsätze und Erträge gingen von 215 auf 182 Millionen norwegische Kronen zurück. Zwischen Auftragseingang, Produktion und Auslieferung liegen bei großen Elektrolyseurprojekten häufig längere Zeiträume, weshalb neue Bestellungen nicht unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erscheinen.
Auch auf der Ergebnisseite blieb das Bild schwach. Nel meldete für das zweite Quartal ein EBITDA von minus 155 Millionen norwegischen Kronen. Darin enthalten war eine Belastung von 70 Millionen norwegischen Kronen aus einem Vergleich mit dem japanischen Partner Iwatani. Im Alkaline-Geschäft, das weiterhin einen wichtigen Teil des Konzerns ausmacht, fiel der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 %. Das PEM-Geschäft entwickelte sich gegenüber dem vorherigen Quartal dagegen besser.
Nel Asa produziert nur keine neuen Nachrichten. Die Folge: Die Norweger bleiben allenfalls für Spekulanten interessant.
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