Rote Zahlen, aber weniger rote Zahlen als zuvor — und ein Produktlaunch, der die Branche aufhorchen lässt. Nel ASA hat eine ereignisreiche Woche hinter sich: Q1-Zahlen, ein frischer US-Auftrag und die bevorstehende Einführung einer neuen Elektrolyseur-Generation verdichten sich zu einem Bild, das vorsichtigen Optimismus erlaubt, ohne die strukturellen Probleme zu verschleiern.
Zahlen: Verlust sinkt, Umsatz gibt nach
Der Nettoverlust im ersten Quartal 2026 lag bei 144 Millionen Norwegischen Kronen — nach 179 Millionen im Vorjahreszeitraum. Eine spürbare Verbesserung, die vor allem auf drastische Kostensenkungen zurückgeht: Die Personalkosten sanken um 21 Prozent, getrieben durch einen Stellenabbau von 19 bis 26 Prozent.
Auf der Umsatzseite sieht es weniger erfreulich aus. Die Erlöse aus Kundenverträgen gingen um fünf Prozent auf 148 Millionen Kronen zurück. Das EBITDA verbesserte sich auf minus 100 Millionen Kronen — immerhin 15 Millionen besser als im Vorjahresquartal. Innerhalb der Sparten lief die Alkaline-Division mit einem Umsatzplus von sechs Prozent besser als die PEM-Division, die 14 Prozent verlor.
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Liquidität hält, Auftragsbestand bröckelt
Nel sitzt trotz der laufenden Verluste auf einem soliden Liquiditätspolster. Die Kassenposition zum Quartalsende betrug rund 1,44 Milliarden Kronen. Hinzu kommt ein EU-Fördermittel von 11 Millionen Euro, das im zweiten Quartal erwartet wird.
Der Auftragseingang für das Quartal fiel mit 85 Millionen Kronen verhalten aus. Der Auftragsbestand lag zum Quartalsende bei 1,11 Milliarden Kronen — ein Rückgang von 24 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Nach Quartalsende meldete die US-Tochter Nel Hydrogen US einen PEM-Elektrolyseur-Auftrag im Wert von rund 7 Millionen US-Dollar. Die Anlagen sollen im Werk in Wallingford, Connecticut gefertigt und in der ersten Jahreshälfte 2027 in Betrieb genommen werden.
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Neue Plattform als Wendepunkt?
Der strategisch wichtigste Schritt steht noch bevor. Nel plant für Mai 2026 die Markteinführung einer neuen Generation druckfähiger Alkaline-Elektrolyseure, die laut Unternehmen die Investitionskosten um 40 bis 60 Prozent und die Betriebskosten um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Gelingt das, wäre es ein echter Wettbewerbsvorteil in einem Markt, in dem Kosteneffizienz über Projektzuschläge entscheidet.
An der Börse spiegelt sich die gemischte Lage wider. Die Nel-Aktie notiert in Frankfurt bei 0,22 Euro und hat sich im laufenden Jahr um rund 15 Prozent erholt — liegt aber noch knapp elf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,25 Euro.
Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert Nel am 15. Juli 2026 mit dem Halbjahresbericht. Bis dahin wird der Markt vor allem beobachten, ob der Alkaline-Launch tatsächlich neue Aufträge anzieht und den schrumpfenden Auftragsbestand stabilisiert.
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