Nel ASA: Ordereingang um 72,8% eingebrochen

Nel ASA reduziert den operativen Verlust, leidet jedoch unter einem massiven Einbruch der Neubestellungen. Die Aktie fällt deutlich.

Nel ASA Aktie
Kurz & knapp:
  • Operativer Verlust spürbar verringert
  • Auftragseingang um fast 73 Prozent eingebrochen
  • Strategiewechsel hin zu kleineren Modulen
  • Aktie verliert deutlich an Wert

Nel ASA bekommt seine Kosten in den Griff. Im ersten Quartal 2026 hat der norwegische Wasserstoffspezialist seine Verluste spürbar eingedämmt. Das eigentliche Problem liegt an anderer Stelle: Das Neugeschäft ist nahezu zum Erliegen gekommen. An der Börse sorgt das für einen deutlichen Dämpfer.

Der Umsatz sank zwischen Januar und März leicht auf 148 Millionen Norwegische Kronen (NOK). Durch striktes Kostenmanagement verbesserte sich das operative Ergebnis (EBITDA) auf minus 100 Millionen NOK. Auch der Nettoverlust fiel geringer aus als im Vorjahreszeitraum.

Aktionäre reagieren nervös auf das Zahlenwerk. Die Aktie rutschte am Mittwoch um gut neun Prozent auf 0,21 Euro ab. Damit rückt das 52-Wochen-Tief aus dem März wieder näher in den Fokus.

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Zähes Neugeschäft bremst Wachstum

Der drastische Rückgang bei den Neubestellungen überschattet die operative Besserung. Der Auftragseingang stürzte im ersten Quartal um fast 73 Prozent auf 85 Millionen NOK ab. Der gesamte Auftragsbestand schmolz bis Ende März auf rund 1,1 Milliarden NOK.

Das Management macht dafür ein schwieriges makroökonomisches Umfeld verantwortlich. Hohe Zinsen und gestiegene Kosten belasten die globale grüne Wasserstoffindustrie. Verzögerte staatliche Förderprogramme zwingen Kunden dazu, geplante Großprojekte aufzuschieben.

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Fokus auf modulare Anlagen

Nel ASA passt seine Strategie an diese Marktbedingungen an. Das Unternehmen konzentriert sich verstärkt auf kleinere Projekte im Bereich von 50 bis 150 Megawatt. Standardisierte, in Containern verbaute PEM-Systeme (Proton Exchange Membrane) rücken in den Mittelpunkt.

Diese modulare Bauweise erfordert geringere Vorabinvestitionen und ermöglicht eine schnellere Installation. Das Konzept trifft laut Unternehmensangaben besonders in Europa auf Interesse. Auch in Nordamerika, Asien und dem Nahen Osten verzeichnet Nel eine steigende Nachfrage nach diesen kompakteren Lösungen.

Finanziell ist der Konzern für eine längere Schwächephase gerüstet. Die Barreserven belaufen sich auf rund 1,6 Milliarden NOK. Das Management rechnet mit einer Belebung des Marktes, sobald die Förderrahmen für industrielle Großprojekte klarer definiert sind. Bis dahin liegt der Fokus auf eiserner Finanzdisziplin, um die operativen Verluste bei schwacher Nachfrage weiter zu senken.

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