Nemetschek Aktie: Bodenbildung oder Falle?

Trotz eines Rekordjahres 2025 steht die Nemetschek-Aktie unter Druck. Die kommenden Quartalszahlen und die Hauptversammlung werden entscheidend für die weitere Kursentwicklung sein.

Nemetschek Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie nach 50-Prozent-Rückgang technisch überverkauft
  • Rekordergebnis mit starkem Cloud-Wachstum erzielt
  • Quartalsmitteilung Ende April als nächster Wendepunkt
  • Hauptversammlung mit neuer KI-Vergütungsstrategie

Nach einem Absturz von über 50 Prozent vom Allzeithoch sendet die Nemetschek-Aktie ein erstes technisches Signal. Der Kurs hat die 50-Tage-Linie nach oben gekreuzt — ein Lichtblick nach monatelangem Druck. Die entscheidende Frage ist, ob daraus mehr wird.

Rekordgeschäft, abgestürzter Kurs

Die Diskrepanz ist bemerkenswert. Nemetschek lieferte für 2025 ein Rekordjahr: Umsatz plus 19,7 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro, EBITDA plus 23,3 Prozent auf 371 Millionen Euro. Der Cloud-ARR wuchs um 35 Prozent auf 220 Millionen Euro. Wiederkehrende Umsätze machen inzwischen 92 Prozent des Gesamterlöses aus — ein Stabilitätspuffer, den klassische Lizenzanbieter nicht haben.

Trotzdem liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund 26 Prozent im Minus. Was belastet: KI-Skepsis gegenüber etablierten Softwareanbietern und allgemeine Konjunktursorgen drücken auf die Bewertung — unabhängig davon, was die Zahlen zeigen. Kein Wunder, dass Barclays mit einem Kursziel von 85 Euro und der Einstufung „Overweight“ eine der wenigen Stimmen bleibt, die klar positiv sind.

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Zwei Termine, die zählen

Die nächsten Wochen bringen zwei konkrete Wendepunkte.

Am 30. April veröffentlicht Nemetschek die Q1-Mitteilung für 2026. Das Subskriptionsgeschäft legte zuletzt währungsbereinigt um 55,6 Prozent zu. Hält das Tempo, liefert das ein handfestes Argument gegen die aktuelle Kursschwäche. Verfehlt das Wachstum die eigene Prognose von 14 bis 15 Prozent, gerät das April-Tief bei 57,60 Euro erneut in den Blick.

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Kurz darauf folgt die Hauptversammlung am 21. Mai in München. Auf der Tagesordnung steht die dreizehnte Dividendenerhöhung in Folge auf 0,68 Euro je Aktie. Ferner soll ein neues Vergütungssystem beschlossen werden, das Vorstandsanreize stärker an KI-Integration und langfristige Wachstumsziele knüpft — das Management positioniert Nemetschek damit aktiv als KI-Profiteur, nicht als Opfer.

Technisch noch nicht gerettet

Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt noch knapp 28 Prozent. Der RSI liegt bei 32 — technisch überverkauft, aber kein Kaufsignal allein. Der Durchbruch über die 50-Tage-Linie ist ein erster Schritt. Ob er trägt, zeigt die Q1-Mitteilung am 30. April.

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Ein zentraler Aspekt ist das Timing („Timing is Money“), denn Risikobegrenzung ist essenziell („Vermeiden ist besser als Verlieren!“). Mein Ziel ist es, Ihnen klare Orientierung in dynamischen Märkten zu bieten.

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