Dreizehn Mal in Folge erhöht — und trotzdem fällt die Aktie. Bei Nemetschek klafft eine ungewöhnliche Lücke zwischen operativer Stärke und Kursentwicklung. Die Hauptversammlung am 21. Mai in München wird zeigen, ob das Management die Investoren wieder überzeugen kann.
Dividende steigt, Kurs nicht
Der Vorstand schlägt für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 0,68 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Basis dafür ist solide: Der Umsatz kletterte um knapp 20 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro, das EBITDA legte um 23,3 Prozent auf 371 Millionen Euro zu.
Das Subskriptionsgeschäft wuchs währungsbereinigt um mehr als die Hälfte. Wiederkehrende Umsätze machen inzwischen 92 Prozent des Gesamterlöses aus. Kein Wunder, dass der Vorstand die Ausschüttung erhöht.
Der Kurs erzählt eine andere Geschichte. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 137,90 Euro hat sich die Aktie fast halbiert. Aktuell notiert sie bei 69,25 Euro — rund 23 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau.
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UBS zieht die Handbremse
Den stärksten Kursdruck löste die UBS aus. Analyst Michael Briest stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Sell“ ab und senkte das Kursziel auf 56 Euro. Sein Kernargument: Langjährige Verträge helfen im ersten Jahr, werden ab dem zweiten Jahr aber zum Belastungsfaktor für den Cashflow.
Für das Design-Segment erwartet die UBS 2026 nur noch fünf Prozent Wachstum — statt der bisher angesetzten neun Prozent. Das Konzernergebnis dürfte damit bei zwölf Prozent Wachstum landen, unterhalb der eigenen Zielvorgabe von 14 bis 15 Prozent.
Barclays und die Deutsche Bank halten dagegen. Barclays bekräftigte das „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 85 Euro. Der Analystenstreit spiegelt eine tiefere Unsicherheit wider: Wie anfällig ist Nemetscheks Modell für KI-Wettbewerber, die klassische Bausoftware mit einfacheren Lösungen verdrängen könnten?
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KI — Profiteur oder Ziel?
Das Management positioniert sich klar auf der Gewinnerseite. Auf der Hauptversammlung steht auch das neue Vergütungssystem „2026+“ auf der Agenda. Es knüpft Vorstandsboni stärker an KI-Integration, ESG-Kriterien und langfristige Wachstumsziele.
Parallel dazu bleibt der Vorstand ermächtigt, bis Mai 2029 bis zu zehn Prozent der eigenen Aktien zurückzukaufen — ein Instrument, das bei anhaltend niedrigem Kurs an Bedeutung gewinnt.
Schon im April folgt der erste harte Datenpunkt: Nemetschek veröffentlicht die Quartalsmitteilung für Q1 2026. Sie wird zeigen, ob das Wachstumsziel von 14 bis 15 Prozent noch erreichbar ist — oder ob die UBS-Skepsis berechtigt war.
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