Auf den ersten Blick feiert Nemetschek eine strategische Expansion in den USA. Hinter den Kulissen braut sich jedoch ein handfestes Bilanzproblem zusammen. Die Schweizer Großbank UBS warnt vor einem massiven Ertragseinbruch im laufenden Jahr. Das drückt schwer auf die ohnehin angeschlagene Stimmung der Investoren.
Warnung vor dem Umsatzloch
Die Analysten der UBS fällen ein hartes Urteil. Sie stufen das Papier auf „Verkaufen“ ab. Das Kursziel bricht von 76 auf 56 Euro ein. Im Kern kritisieren die Experten neue Vertragsmodelle in der Design-Sparte.
Diese Umstellungen trieben das Wachstum 2025 künstlich nach oben. Für das laufende Jahr erwarten die Analysten nun die Quittung. Die Beiträge aus Mehrjahresverträgen schmelzen laut UBS-Bericht drastisch ab. Ein Umsatzloch von rund 30 Millionen Euro droht.
In der Folge kappen die Experten ihre Prognosen. Sie erwarten für das Design-Segment nur noch fünf Prozent Wachstum. Auch beim Gewinn je Aktie setzt die Bank den Rotstift an.
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Teurer Zukauf in den USA
Parallel dazu treibt das Management die US-Expansion voran. Nemetschek übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am texanischen Infrastruktur-Spezialisten HCSS. Der Finanzinvestor Thoma Bravo verkauft 72 Prozent der Anteile.
Der US-Konzern wächst stark im Bereich der wiederkehrenden Software-Mieten. Das kostet allerdings viel Geld. Die Folge: Die Übernahme treibt die Nettoverschuldung voraussichtlich um 450 Millionen Euro nach oben. Der Abschluss ist für das zweite Halbjahr geplant.
BlackRock stützt den Kurs
Ein Lichtblick kommt vom weltgrößten Vermögensverwalter. BlackRock stockte seine Stimmrechtsanteile an Nemetschek auf 5,6 Prozent auf.
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Diese Meldung linderte den Verkaufsdruck am Freitag spürbar. Die Aktie verabschiedete sich mit einem Plus von 5,88 Prozent bei 63,05 Euro ins Wochenende.
Ein echter Trendwechsel sieht jedoch anders aus. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 30 Prozent.
Erst am vergangenen Dienstag markierte der Wert bei 57,60 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von knapp 30 eine stark überverkaufte Situation.
Die kommenden Wochen verlangen klare Antworten vom Vorstand. Nemetschek muss das eigene Wachstumsziel gegen die Skepsis der UBS verteidigen. Gelingt das nicht, droht ein erneuter Test der jüngsten Tiefstände.
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