Es tut sich was bei Neotech Metals. Das Unternehmen treibt sein Hecla-Kilmer-Projekt voran und hat dafür einen staatlichen Zuschuss erhalten. Anleger reagieren verhalten – der Kurs gibt kräftig nach.

Die Aktie notiert bei 0,13 Euro. Das sind 26 Prozent weniger als am Vortag. Innerhalb eines Monats verlor das Papier rund 30 Prozent an Wert. Ein Grund für die jüngste Talfahrt: das laufende Arbeitsprogramm ohne konkrete Bohrergebnisse oder Ressourcenschätzung.

Fördergelder für die Pilotanlage

Neotech Metals hat nicht-dilutive Mittel aus dem Critical Minerals Innovation Fund erhalten. Das Geld fließt in metallurgische Tests und Verfahrensoptimierungen. Ziel ist es, einen effizienten Verarbeitungsweg für die apatithaltige Mineralisierung von Hecla-Kilmer zu finden. Solche Studien senken das technische Risiko eines Projekts – eine Voraussetzung für spätere Bankfähigkeitsstudien.

Ein weiterer Meilenstein: Im zweiten Halbjahr 2026 soll die erste Ressourcenschätzung für Hecla-Kilmer folgen. Sie wird zeigen, ob das Projekt wirtschaftlich tragfähig ist.

Das Unternehmen hat zudem kürzlich eine Privatplatzierung abgeschlossen und dabei gut drei Millionen kanadische Dollar eingesammelt. Das Geld ist für Grundstücksausgaben und Betriebsmittel vorgesehen.

Breite Verwendbarkeit der Mineralien

Das Potenzial von Hecla-Kilmer liegt in der Vielseitigkeit seiner Rohstoffe. Die Mineralisierung eignet sich unter anderem als Vormaterial für LFP-Batterien. Sie enthält zudem Seltene Erden, die für die Energiewende gebraucht werden. Und sie ist relevant für die Verteidigungsindustrie.

Die Arbeiten von Neotech tragen damit zum Aufbau regionaler Lieferketten für kritische Mineralien bei. Ein strategischer Vorteil – zumindest auf dem Papier. Ob das Projekt diesen Ansprüchen gerecht wird, entscheidet sich mit der Ressourcenschätzung in den kommenden Monaten.