Nestlé setzt künftig auf den Korb. Der Konzern hat eine mehrjährige internationale Marketingpartnerschaft mit der National Basketball Association (NBA) bekannt gegeben. Es ist nach Unternehmensangaben die bislang größte internationale Markenkooperation der Firmengeschichte.
Drei Marken, 21 Märkte
Milo, Nescau und Nesquik werden offizielle Partner der NBA. Die Vereinbarung erstreckt sich auf 21 Märkte auf vier Kontinenten, darunter die USA, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indonesien und Nigeria. Die Philippinen stoßen ab Oktober 2027 hinzu. Die Partnerschaft tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.
Inhaltlich zielt der Deal auf Jugendbasketball. Nestlé beteiligt sich an ausgewählten NBA-Programmen wie Jr. NBA/Jr. WNBA, NBA Basketball School und „NBA 3X“. Hinzu kommen Veranstaltungen und Fan-Plattformen, etwa die „NBA Global Games“ und das „NBA House“.
Im Handel sind On-Pack-Aktionen mit NBA-Branding geplant. Verbraucher sollen Eintrittskarten, Fanartikel und weitere Preise gewinnen können.
Weniger Plattformen, mehr Wucht
Strategisch passt der Schritt zu einer Linie, die Nestlé offen benennt: weniger, dafür größere globale Marketingplattformen, die sich marktübergreifend einheitlich ausspielen lassen und dennoch lokale Relevanz behalten. Liberato Milo, Verantwortlicher für das Geschäft mit Süßwaren und Snacks, verwies auf die langjährige Sporttradition der Marken. Milo und Nescau fördern seit Jahren Sportprogramme, Nesquik arbeitet mit Sportlern zusammen.
Finanzielle Details nennt der Konzern nicht. Wie hoch die Marketinginvestitionen ausfallen, bleibt offen.
Aktie profitiert vom freundlichen Markt
An der Börse spielte die Nachricht bislang keine Rolle. Am Dienstag hatte der Schweizer Markt freundlich geschlossen, der SMI legte um 0,6 Prozent auf 13.789 Punkte zu. Nestlé gewann rund 1 Prozent und stützte als Schwergewicht den Index. Rückenwind kam vom gefallenen Ölpreis, Brent rutschte unter 100 Dollar je Fass.
Der operative Effekt des NBA-Deals wird sich frühestens nach dem Start am 1. Januar 2027 zeigen, wenn die ersten Aktivierungen in den 21 Märkten anlaufen.
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