Netflix: 330 Millionen für Radford Studio

Netflix verhandelt über das Radford Studio Center zu einem Bruchteil des früheren Preises, während die Aktie trotz starker Quartalszahlen einbricht.

Netflix Aktie
Kurz & knapp:
  • Verhandlungen über legendäres Hollywood-Studio
  • Aktie stürzt trotz Umsatzplus ab
  • Werbefinanziertes Abo treibt Wachstum
  • Kursziel der Analysten bei 114 Dollar

Ein massiver Kurseinbruch folgt auf starke Quartalszahlen. Parallel dazu plant Netflix den Kauf eines legendären Hollywood-Studios zum Schnäppchenpreis. Beim Streaming-Giganten klaffen operative Stärke und Börsenstimmung derzeit weit auseinander.

Der Konzern will seine physische Präsenz in Los Angeles massiv ausbauen. Laut Medienberichten verhandelt Netflix mit Hackman Capital Partners über das Radford Studio Center. Goldman Sachs hat die Immobilie übernommen und ruft nun rund 330 Millionen US-Dollar auf. Ein Insider nennt den Deal fast abgeschlossen.

Der Preis bedeutet einen drastischen Abschlag. Noch im Jahr 2021 zahlte Hackman rund 1,85 Milliarden Dollar an ViacomCBS. Später platzte ein milliardenschwerer Kredit. Das Studio fiel an Goldman Sachs. Die Abwertung spiegelt die Krise der kalifornischen Filmproduktion wider. Streiks und hohe Zinsen belasten die Branche.

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Für Netflix kommt die Gelegenheit zur rechten Zeit. Der zehnjährige Mietvertrag für die Sunset Bronson Studios läuft Ende des Jahres aus. Der Konzern mietet in Hollywood bereits riesige Büro- und Studioflächen. Nun sucht das Management nach neuen Standorten.

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Operativ liefert das Unternehmen ab. Der Umsatz stieg im ersten Quartal kräftig auf 12,25 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow sprang auf gut fünf Milliarden Dollar. Ein Sonderertrag aus einem geplatzten Deal mit Warner Bros. Discovery half hier massiv nach.

Die Börse reagierte trotzdem enttäuscht. Netflix hob die Jahresprognose trotz jüngster Preiserhöhungen nicht an. Die Folge: ein massiver Abverkauf. Die Aktie stürzte am Folgetag zweistellig ab. Auf Sicht eines Jahres verlor das Papier fast 17 Prozent. Der breite S&P 500 kletterte im selben Zeitraum um knapp 30 Prozent. Aktuell pendelt der Kurs bei 93 Dollar.

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Werbung als Wachstumstreiber

Unter der Oberfläche wachsen neue Geschäftsbereiche rasant. Das werbefinanzierte Abo treibt das Wachstum und dominierte im ersten Quartal die Neuanmeldungen. Netflix arbeitet mittlerweile mit mehr als 4.000 Werbekunden zusammen. Experten trauen dem Konzern viel zu. Bis 2027 könnte Netflix ein Zehntel der weltweiten TV-Werbeausgaben kontrollieren.

Auch die Nutzerbindung erreicht neue Höchstwerte. Formate wie die vierte Staffel von Bridgerton oder Live-Events binden das Publikum stärker an die Plattform. Das senkt die Kündigungsraten.

Analysten sehen weiteres Potenzial. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 114 Dollar. Für eine Neubewertung fordert der Markt nun zwei saubere Quartale. Ein wichtiger Termin folgt zur Hauptversammlung im Juni. Dann verlässt Gründer Reed Hastings formell den Verwaltungsrat. Finanziell plant das Management für das laufende Jahr mit 12,5 Milliarden Dollar freiem Cashflow. Das fundamentale Gerüst für die Aktie bleibt intakt.

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