Über 60 Prozent aller Neuanmeldungen wählen das werbefinanzierte Abo. Netflix hat in kurzer Zeit ein ernsthaftes Werbegeschäft aufgebaut — und will es 2026 nochmals verdoppeln.
Werbeumsatz auf Kurs zur Milliarden-Marke
Das Ziel ist klar: drei Milliarden Dollar Werbeumsatz in 2026. Das wäre doppelt so viel wie die rund 1,5 Milliarden Dollar, die Netflix 2025 mit Werbung eingenommen hat. Die Basis dafür ist solide. Das werbefinanzierte Tier zählt inzwischen 190 Millionen monatlich aktive Zuschauer weltweit. Die Zahl der Werbepartner stieg auf mehr als 4.000 — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das ist kein organisches Wachstum am Rand. Es ist eine strukturelle Verschiebung im Geschäftsmodell.
Starkes Q1, verhaltener Ausblick
Das erste Quartal 2026 lief operativ gut. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis legte um 18 Prozent auf 3,96 Milliarden Dollar zu.
Allerdings enttäuschte der Ausblick. Für Q2 prognostiziert Netflix einen Umsatz von 12,5 Milliarden Dollar — Analysten hatten 12,6 Milliarden erwartet. Auch die Gewinnprognose je Aktie blieb unter dem Konsens. Die Jahresprognose hält Netflix hingegen aufrecht: 50,7 bis 51,7 Milliarden Dollar Umsatz und eine operative Marge von 31,5 Prozent. Den freien Cashflow-Ausblick hob das Unternehmen auf rund 12,5 Milliarden Dollar an — begünstigt durch die Abstandszahlung von Warner Bros.
Asien wächst am schnellsten, KI kommt als nächstes
Asien-Pazifik ist die dynamischste Region. Der Umsatz dort stieg im ersten Quartal um 20 Prozent — schneller als in allen anderen Märkten. Japan spielte dabei eine besondere Rolle: Der World Baseball Classic wurde zur meistgesehenen Netflix-Sendung in der Geschichte des Landes und trieb den größten Anmeldetag aller Zeiten. Japan war damit der größte Wachstumstreiber im Quartal.
Parallel dazu arbeitet Netflix an neuen Werbeformaten. Co-CEO Greg Peters kündigte an, künstliche Intelligenz für besseres Targeting und neue Anzeigenformate zu nutzen. Interaktive Videoanzeigen starten zunächst in den USA und Kanada, eine globale Ausweitung ist für Q2 2026 geplant.
Aktie unter Druck, Rückkauf ausgeweitet
Der Kurs reagierte auf die schwache Guidance. Seit dem Rückzug von Warner Bros. Discovery aus einem Bieterprozess hat die Aktie mehr als zehn Prozent verloren. Am 24. April schloss sie bei 92,44 Dollar — weit unter dem Allzeithoch von 133,91 Dollar vom Juni 2025.
Auf dem aktuellen Niveau bewertet der Markt die Aktie mit dem 26,3-fachen der erwarteten Gewinne. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinnwachstum je Aktie von 39,5 Prozent für 2026 und neun Prozent für 2027. Netflixs Verwaltungsrat genehmigte am 22. April ein neues Aktienrückkaufprogramm über 25 Milliarden Dollar ohne Laufzeitbegrenzung. Ob das den Kurs stabilisiert, hängt davon ab, wie überzeugend Netflix das Werbeziel von drei Milliarden Dollar in den nächsten Quartalen untermauert.
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