Starke Margen, aber sinkende Gewinnerwartungen. Bei Netflix blicken Analysten vor den heutigen Quartalszahlen genau auf die Details. Der Streaming-Gigant legt nach US-Börsenschluss seine Bücher für das erste Quartal 2026 offen. Analysten erwarten einen Umsatz von 12,17 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie soll bei 0,77 US-Dollar liegen. Im Zentrum des Interesses steht dabei das rasant wachsende Werbegeschäft.
Werbesegment als Wachstumstreiber
Das werbefinanzierte Abo entwickelt sich zum wichtigsten Hebel. Im Jahr 2025 stieg der Umsatz in diesem Bereich auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Das Management rechnet für 2026 mit einer weiteren Verdopplung. Immer mehr Nutzer wechseln in den günstigeren Tarif.
Parallel dazu baut Netflix seine Werbetechnologie aus. Eine neue hauseigene Plattform ersetzt die bisherige Microsoft-Lösung. Erste Tests einer neuen Schnittstelle übertrafen den Branchenschnitt um 75 Prozent. Investoren suchen nun nach Beweisen. Sie wollen sehen, ob diese Technik bereits höhere Preise durchsetzt.
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Frische Inhalte und Preiserhöhungen
Abseits der Werbung stärkt Netflix sein Angebot. Ein neuer Deal mit Universal bringt aktuelle Kinofilme auf die Plattform. Hinzu kommen globale Vereinbarungen mit Sony und Paramount. Auch Live-Events gewinnen an Bedeutung. Netflix übertrug kürzlich 47 Spiele des World Baseball Classic in Japan.
Die Folge: Das Unternehmen verlangt mehr Geld. Die jüngsten Preiserhöhungen fallen bei fast allen Abos zweistellig aus. Lediglich der Premium-Tarif steigt nur um etwa acht Prozent. Diese Anpassungen fließen allerdings erst in den kommenden Monaten voll in die Bilanz ein. Der Markt achtet daher genau auf die Abonnentenzahlen. Im Vorquartal zählte Netflix noch 325 Millionen zahlende Kunden.
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Analysten heben Kursziele an
Die Wall Street positioniert sich klar vor den Zahlen. Mehrere Großbanken haben ihre Prognosen nach oben korrigiert:
- Goldman Sachs: Upgrade auf „Buy“, Kursziel steigt von 100 auf 120 US-Dollar.
- Wedbush: Ziel auf 118 US-Dollar angehoben, verweist auf internationale Werbeerlöse.
- Evercore: Bestätigt Kaufempfehlung mit einem Ziel von 115 US-Dollar.
- Deutsche Bank: Bleibt bei „Hold“, hebt das Ziel leicht auf 100 US-Dollar an.
Trotz 15 nach unten korrigierter Gewinnschätzungen bleibt die Stimmung positiv. Die Aktie legte in diesem Jahr bereits um rund zehn Prozent zu. Ein wesentlicher Grund dafür war der Abbruch der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery. Dieser strategische Rückzug bescherte Netflix eine Ausfallgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar. Der Optionsmarkt rechnet nach der heutigen Veröffentlichung der Zahlen mit einer Kursbewegung von rund 6,5 Prozent in eine der beiden Richtungen.
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