Netflix steuert auf eine entscheidende Phase zu. Mitte Juli veröffentlicht der Streaming-Riese seine Ergebnisse für das zweite Quartal. Anleger blicken nach der jüngsten Volatilität gespannt auf die neuen Daten.

Zuletzt schloss das Papier bei 64,88 Euro. Zwar legte der Kurs am Freitag um rund vier Prozent zu, die Monatsbilanz bleibt mit einem Minus von 13,6 Prozent jedoch tiefrot. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 35,6 eine kurzfristige Überverkaufung. Marktteilnehmer beobachten nun, ob dieses Niveau neue Käufer anlockt.

Institutionelle Investoren schichten um

Große Adressen sortieren ihre Portfolios neu. Die ABN AMRO Bank reduzierte ihren Anteil im ersten Quartal um mehr als zehn Prozent. Sie verkaufte gut 250.000 Aktien.

Parallel dazu bauten andere Investoren wie Louisbourg Investments ihre Positionen aus. Insgesamt halten Institutionen weiterhin fast 81 Prozent aller Anteile.

Wachstum durch Werbung

Das operative Geschäft stützt sich massiv auf das neue Werbe-Abo. In den relevanten Märkten entscheiden sich über 60 Prozent der Neukunden für diese Variante. Das Ziel: profitables Wachstum trotz gesättigter Märkte.

Eine neue KI-Partnerschaft mit der Omnicom Media Group soll die Vermarktung weiter beschleunigen. Das Management steckt die Ziele für das Gesamtjahr 2026 hoch. Der Umsatz soll bis zu 51,7 Milliarden US-Dollar erreichen.

Die operative Marge peilt der Konzern bei 31,5 Prozent an. Beim freien Cashflow rechnet Netflix mit etwa 12,5 Milliarden Dollar. Diese Mittel fließen vor allem in neue Eigenproduktionen und die weitere Expansion.

Analysten bewerten die Aktie im Konsens als moderaten Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 114,26 US-Dollar. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen Mitte Juli liefert die nächste Faktenbasis. Analysten rechnen mit einem Gewinn von 0,79 US-Dollar je Aktie.