Netflix hat am Dienstagabend nach US-Börsenschluss Zahlen zum vierten Quartal 2024 vorgelegt – und die Reaktion fiel eindeutig aus. Die Aktie brach im vorbörslichen Handel am Mittwoch um über 6 Prozent ein. Der Titel rutschte damit unter die Marke von 82 Dollar und erreichte den tiefsten Stand seit November 2024.
Die Kernbotschaft: Netflix setzt seine laufenden Aktienrückkäufe aus. Der Grund liegt in der geplanten Übernahme des Streaming- und Studiogeschäfts von Warner Brothers Discovery, die der Konzern nun komplett in bar stemmen will. Das Volumen: rund 83 Milliarden Dollar inklusive Schulden.
Zahlen gut, Ausblick schwach
Das Schlussquartal selbst verlief durchaus solide. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 17,6 Prozent auf gut zwölf Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 29 Prozent auf 2,42 Milliarden Dollar zu und übertraf damit leicht die Erwartungen. Netflix knackte zudem die Marke von 325 Millionen zahlenden Kunden – ein Plus von fast acht Prozent gegenüber den 301,6 Millionen vom Jahresende 2023.
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Doch die Märkte blicken nach vorne. Und hier enttäuschte Netflix auf ganzer Linie. Für das erste Quartal 2026 stellte das Management einen Gewinn je Aktie von 76 US-Cent in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit 82 Cent gerechnet. Die höheren Investitionen in Inhalte – Netflix will die Ausgaben für Filme und Serien in diesem Jahr um rund zehn Prozent erhöhen – sowie die Kosten für die Warner-Übernahme belasten die Profitabilität spürbar.
Bieterschlacht um Warner läuft
Netflix steht in direkter Konkurrenz zu Paramount Skydance, das Warner Bros. Discovery komplett für 108,4 Milliarden Dollar schlucken will. Das Warner-Management hat sich zwar für das Netflix-Gebot entschieden, doch Paramount ging direkt zu den Aktionären. Der Ausgang bleibt offen.
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Die Übernahmepläne kommen Netflix teuer zu stehen. Seit Bekanntwerden der Verhandlungen hat die Aktie bereits rund 30 Prozent an Wert verloren. Wegen des fallenden Kurses musste Netflix bereits umschwenken und auf eine Aktienkomponente beim Deal verzichten – das machte zusätzliches Bargeld erforderlich. Die Aussetzung der Aktienrückkäufe ist die logische Konsequenz.
Kinobranche im Visier
Parallel startet Netflix eine Charme-Offensive gegenüber Kinobetreibern. Co-Chef Greg Peters und Co-Chef Ted Sarandos betonten in der Analystenkonferenz, man werde mit Warner ein bereits gut laufendes Filmtheater-Geschäft übernehmen und stärken. Das markiert einen Kurswechsel: Bisher hatte Netflix das Kinogeschäft weitgehend ignoriert und sich auf das Streaming für hunderte Millionen Kunden konzentriert.
Ob sich die Milliarden-Investition auszahlt? Die Anleger sind skeptisch. Der Titel ist damit klar im Abwärtstrend – seit dem Rekordhoch im Juni 2024 hat Netflix mehr als ein Drittel seines Wertes eingebüßt.
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