Der Goldpreis liefert eine historische Steilvorlage, allerdings braut sich bei Newmont Mining ein gewaltiger juristischer Konflikt zusammen. Wenn der Bergbaukonzern am 23. April seine Zahlen für das erste Quartal vorlegt, rückt ein eskalierender Streit mit dem Joint-Venture-Partner Barrick Gold in den Fokus. Der Vorwurf der „Ressourcen-Piraterie“ überschattet die ansonsten glänzenden Gewinnaussichten.
Eskalation in Nevada
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht das Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines (NGM), der größte Goldproduktionskomplex der Welt. Newmont wirft dem Mehrheitseigentümer und Betreiber Barrick Gold vor, heimlich schweres Gerät und Fachpersonal für eigene Projekte abzuziehen. Dieser angebliche Abzug soll Ende 2025 zu einem Produktionseinbruch von 23 Prozent an den gemeinsamen Standorten geführt haben. Nachdem eine 30-tägige Frist im März ohne Einigung verstrichen ist, geht der Fall nun in eine formelle Klagephase über. Erste gerichtliche Anhörungen in Nevada sind für Mai angesetzt.
Gewinnsprung trifft auf Kostendruck
Abseits der Gerichtssäle erwarten Analysten für das Auftaktquartal einen Gewinn von 2,02 US-Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management sogar einen Nettogewinn von rund 14,9 Milliarden US-Dollar in Aussicht – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Diese Rechnung geht jedoch nur auf, wenn die Kosten unter Kontrolle bleiben. Die sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) werden auf 1.680 US-Dollar pro Unze geschätzt. Kurzfristig dürften zudem hohe Steuerzahlungen den Cashflow im ersten Quartal belasten.
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Im vergangenen Jahr generierte Newmont einen freien Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar und baute die Schulden um 3,4 Milliarden US-Dollar ab. Diese fundamentale Stärke spiegelt sich auch am Aktienmarkt wider: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von rund 114 Prozent, und seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von knapp 20 Prozent zu Buche. Aktionäre profitieren zudem von einer um vier Prozent angehobenen Dividende für 2026.
Der anstehende Quartalsbericht am 23. April muss nun handfeste Beweise liefern, dass die operativen Gewinne tatsächlich mit der Goldrallye Schritt halten. Neben den reinen Finanzkennzahlen werden Investoren den Fokus auf die Aussagen des Managements zu den operativen Risiken in Nevada und den anstehenden Gerichtsterminen im Mai richten.
Newmont Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Newmont Mining-Analyse vom 13. April liefert die Antwort:
Die neusten Newmont Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Newmont Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Newmont Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


