Rekordzahlen auf dem Papier, Kursdruck in der Praxis. Newmont hat im ersten Quartal 2026 einen freien Cashflow von 3,1 Milliarden Dollar erwirtschaftet— so viel wie nie zuvor in einem Quartal. Der Kurs notiert trotzdem rund 14 Prozent unter dem Januarhoch.
Zahlen weit über den Erwartungen
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,90 Dollar. Analysten hatten im Schnitt 2,07 Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte auf 7,31 Milliarden Dollar— ein Plus von fast 46 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Dahinter steckt eine Kombination aus hohem Goldpreis und solider Produktion. Newmont förderte 1,3 Millionen Unzen Gold, 50.000 Tonnen Kupfer und 9 Millionen Unzen Silber. Das Produktionsziel für das Gesamtjahr bleibt bei 5,3 Millionen Unzen Gold.
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Kapitalrückgaben und Analysten-Einschätzungen
Die starke Kassenlage nutzt Newmont für Ausschüttungen. Das Unternehmen zahlt eine Quartalsdividende von 0,26 Dollar je Aktie— Ex-Dividende-Tag ist der 27. Mai, Zahltag der 22. Juni. Ferner hat das Management ein neues Aktienrückkaufprogramm über 6 Milliarden Dollar angekündigt.
Analysten bewerten die Aktie im Konsens mit „Moderate Buy“ und einem durchschnittlichen Kursziel von 142,51 Dollar. Goldman Sachs führt Newmont als bevorzugte Goldaktie.
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Das institutionelle Bild ist weniger einheitlich. Vanguard baute seine Position leicht aus und hält nun 134,1 Millionen Aktien. M&T Bank Corp dagegen reduzierte ihre Beteiligung drastisch, Oppenheimer & Co. senkte sie um rund 10 Prozent.
Operative Risiken im Blick
Kein Bergbaukonzern dieser Größe läuft reibungslos. Newmont arbeitet weiter an der Kapazitätswiederherstellung in der Cadia-Mine und managt das Nevada-Joint-Venture mit Barrick Gold. Ferner bleibt der Energiepreis ein Kostenfaktor: Jeder Anstieg um 10 Dollar je Barrel Öl erhöht die Gesamtförderkosten um rund 12 Dollar je Unze.
An der Frankfurter Börse schloss die Aktie am Freitag bei 94,69 Euro— ein Tagesplus von 2,7 Prozent. Auf Sieben-Tage-Sicht steht jedoch ein Minus von knapp 7 Prozent. Der RSI liegt bei 68, was auf eine leicht überkaufte Zone hindeutet. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Wie weit das Rückkaufprogramm den Kurs in Richtung des Analystenziels tragen kann, hängt maßgeblich davon ab, ob der Goldpreis auf dem aktuellen Niveau bleibt.
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