Newmont Mining Aktie: Zahlen enttäuschen

Der weltgrößte Goldproduzent verfehlt die Gewinnerwartungen deutlich, kann aber dank hoher Goldpreise Umsatz und bereinigten Gewinn steigern. Die Produktion sinkt jedoch und der Ausblick für 2026 ist gedämpft.

Newmont Mining Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie deutlich unter Analystenschätzungen
  • Umsatzsteigerung dank Rekord-Goldpreisen
  • Rückgang der Goldproduktion um fast ein Viertel
  • Investitionen in Minen aus Newcrest-Übernahme
  • Gedämpfte Produktionsprognose für 2026

Der weltgrößte Goldproduzent hat seine Bücher für das vierte Quartal 2025 geöffnet – und die Reaktion der Anleger fiel zunächst positiv aus, bevor die Aktie nachbörslich an der NYSE um 3,59 Prozent auf 120,90 Dollar einbrach. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt: Die Story ist komplizierter als gedacht.

Gewinn verfehlt Erwartungen deutlich

Newmont verdiente im Schlussquartal 2025 lediglich 1,19 Dollar je Aktie – Analysten hatten im Vorfeld 2,05 Dollar erwartet. Das entspricht einem Minus von rund 42 Prozent gegenüber den Schätzungen. Allerdings arbeitete das Unternehmen bei den bereinigten Zahlen mit 2,52 Dollar je Aktie, was die Konsenserwartung von 2,00 Dollar deutlich übertraf.

Beim Umsatz sah es besser aus: Der Bergbaukonzern steigerte die Erlöse von 5,72 Milliarden auf 6,82 Milliarden Dollar. Die Analysten hatten hier mit 6,19 Milliarden Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Newmont einen Umsatz von 22,67 Milliarden Dollar – nach 18,56 Milliarden im Vorjahr.

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Goldpreis-Rally rettet die Bilanz

Verantwortlich für die soliden Umsatzzahlen war vor allem der durchschnittliche realisierte Goldpreis von 4.216 Dollar je Unze im vierten Quartal – ein Plus von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Goldpreis hatte in den vergangenen Monaten mehrfach neue Rekordstände erreicht, getrieben durch Zinssenkungserwartungen und geopolitische Spannungen.

Doch die Produktion sank gleichzeitig um fast 24 Prozent auf 1,45 Millionen Unzen. Grund waren geplante Änderungen im Abbauplan bei mehreren Minen, darunter Peñasquito, Ahafo South und Cadia. Die Gesamtkosten pro Unze stiegen um 11 Prozent auf 1.620 Dollar.

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Investitionsoffensive und gedämpfter Ausblick

Newmont kündigte an, 1,4 Milliarden Dollar in die Weiterentwicklung von Assets aus der 17-Milliarden-Dollar-Übernahme von Newcrest aus dem Jahr 2023 zu investieren. Dazu gehören die Cadia Panel Caves in Australien, die Tanami Expansion 2 und eine Machbarkeitsstudie für Red Chris in Kanada.

Für 2026 prognostiziert das Unternehmen eine Goldproduktion von 5,3 Millionen Unzen – deutlich unter den 5,89 Millionen Unzen aus 2025. Diese Prognose dürfte bei Anlegern für Stirnrunzeln gesorgt haben, zumal die Kostenbasis weiter steigt.

Der Kursverlauf zeigt die Verunsicherung: Nach einem kurzen nachbörslichen Anstieg drehte die Aktie ins Minus. Die Frage bleibt, ob der hohe Goldpreis die rückläufige Produktion mittelfristig kompensieren kann.

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Über Dieter Jaworski 1533 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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