Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord, und die Minenbetreiber ernten nun die Früchte. Bei Newmont schlägt sich das Marktumfeld in massiven Gewinnen nieder. Der Branchenprimus lieferte im ersten Quartal 2026 Ergebnisse ab, die selbst optimistische Prognosen übertrafen. Das weckt Begehrlichkeiten bei großen Vermögensverwaltern, die mittlerweile fast 69 Prozent der Anteile halten.

Die operative Stärke zeigt sich deutlich in den Büchern. Newmont erwirtschaftete einen Quartalsumsatz von 7,31 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie sprang auf 2,90 Dollar. Dank der hohen Notierungen für das Edelmetall verzeichnet der Konzern mittlerweile eine operative Marge von 54 Prozent.

Von diesem Geldfluss profitieren die Aktionäre direkt. Das Board of Directors hat ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von sechs Milliarden Dollar genehmigt. Obendrein fließt eine Quartalsdividende von 26 US-Cent je Anteilsschein, die im Juni ausgezahlt wird.

Analysten schrauben Kursziele nach oben

Die starke Geschäftsentwicklung zwingt Research-Häuser zur Anpassung ihrer Modelle. Zacks Research hob die Gewinnschätzung für das zweite Quartal jüngst auf 2,17 Dollar je Aktie an. Das durchschnittliche Kursziel liegt inzwischen bei gut 142 US-Dollar. Mehrere Großbanken positionieren sich noch deutlich optimistischer:

  • BMO Capital bestätigt die Einstufung „Outperform“ mit einem Ziel von 145 Dollar.
  • Bernstein stuft die Aktie auf „Outperform“ hoch und ruft 157 Dollar auf.
  • Canaccord Genuity rät zum Kauf und sieht das Potenzial erst bei 160 Dollar ausgeschöpft.

Übergangsjahr mit klarem Fokus

Operativ stuft das Management das laufende Jahr als Übergangsphase ein. Die angepeilte Goldproduktion liegt bei rund 5,3 Millionen Unzen. Priorität haben die Entwicklungsprojekte Ahafo North und Tanami Expansion 2 sowie der strategische Ausbau des Kupfergeschäfts als zweiter Werttreiber.

An der Börse wird dieser Kurs honoriert. Die Aktie notiert aktuell bei 96,80 Euro und verzeichnet auf Sicht eines Jahres ein Plus von gut 105 Prozent. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von knapp 79 signalisiert allerdings, dass das Papier kurzfristig überkauft sein könnte.

Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich von der Kostenkontrolle ab. Gelingt es Newmont, die Produktionsausgaben im inflationären Umfeld stabil zu halten und das erweiterte Projektportfolio reibungslos zu integrieren, bleibt die hohe Marge geschützt. Insiderverkäufe von Führungskräften laufen derweil routinemäßig über vorab festgelegte Handelspläne zur Steuerdeckung ab und trüben das fundamentale Bild nicht.