Kursverlust, Analystenskepsis und ein Erdbeben in Australien — Newmont Mining startet mit gleich mehreren Belastungsfaktoren in die Berichtswoche. Am Mittwoch notiert die Aktie bei 95,37 Euro, rund 1,7 Prozent im Minus. Auf Sicht von sieben Tagen summiert sich das Minus auf fast 4,5 Prozent.
Cadia-Mine nach Erdbeben wieder im Normalbetrieb
Am 15. April erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4,5 die Region um die Cadia-Mine im australischen New South Wales. Newmont stoppte den Untertagebetrieb vorsorglich. Inspektionen am 17. und 21. April ergaben jedoch: Die Schäden im Untertagebetrieb sind nicht gravierend, die Verarbeitung läuft wieder mit normaler Kapazität.
Das Management schließt kurzfristige Produktionsausfälle aus. Ob der Vorfall langfristig den Abbauplan beeinflusst, prüft Newmont noch. Cadia ist ein Schlüsselasset für die Produktionsziele 2026 — entsprechend aufmerksam beobachten Investoren die weiteren Berichte.
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Analystendruck wegen steigender Kosten
National Bank stufte Newmont von „Outperform“ auf „Sector Perform“ herab und senkte das Kursziel von 140 auf 130 US-Dollar. Als Hauptgründe nannten die Analysten höhere Dieselpreise und ein neues Steuerregime in Ghana. Ein weiteres Analystenhaus passte sein Kursziel ebenfalls nach unten an, behielt aber eine Halteempfehlung bei.
Der Kern der Sorge: Die All-in-Sustaining-Costs (AISC) für 2026 sind auf rund 1.680 US-Dollar je Unze veranschlagt — gegenüber 1.358 US-Dollar im Vorjahr ein deutlicher Anstieg. Rekordhohe Goldpreise könnten diesen Margendruck zwar teilweise abfedern, doch die Luft für positive Überraschungen wird dünner.
Streit im Nevada-Joint-Venture
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist das Joint Venture Nevada Gold Mines. Newmont hat gegenüber seinem Partner eine Verzugsmitteilung wegen Mängeln bei der operativen Leistung und im Management ausgesprochen. Das Verfahren läuft nach den Regeln des bestehenden Vertrags — strukturelles Risiko für die nordamerikanische Produktion bleibt dennoch.
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Das Management bezeichnet 2026 generell als Tiefpunkt im Produktionszyklus, bedingt durch geplante Minensequenzierungen. Die zurechenbare Goldproduktion soll in diesem Jahr rund 5,3 Millionen Unzen erreichen, nach 5,9 Millionen Unzen 2025.
Institutionelle Umschichtungen und Dividende
Aus Pflichtmitteilungen geht hervor, dass Ruffer LLP seine Newmont-Position um 81,4 Prozent reduziert hat. Asset Management One trimmt seinen Anteil um 6,1 Prozent. Parallel hält Newmont an seiner Kapitalrückgabe fest: Die nächste Quartalsdividende von 0,26 US-Dollar je Aktie wird für Aktionäre mit Eintrag zum 27. Mai ausgeschüttet, Zahltag ist der 19. Juni.
Am 23. April nach US-Börsenschluss legt Newmont die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Die Zahlen werden zeigen, wie gut das Unternehmen die gestiegenen Betriebskosten bislang kompensieren konnte — und ob das Management seine Margenziele trotz Kostendruck aufrechterhalten kann.
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