Das Kernprojekt stockt, der Kurs liegt auf Jahrestief-Niveau — und trotzdem gibt Nexus Uranium Corp. nicht den Rückwärtsgang. Das kanadische Uranexploration-Unternehmen hat am 27. Mai 2026 offengelegt, wie es den festgefahrenen Genehmigungsprozess für sein Flaggschiff-Projekt in South Dakota überbrücken will.

Chord-Projekt: Behörden-Ping-Pong in South Dakota

Für das Chord-Projekt läuft seit Längerem ein zähes Verfahren. Nexus Uranium verhandelt mit dem South Dakota Board of Minerals, dem Department of Agriculture and Natural Resources sowie weiteren Stakeholdern über eine Lösung für die Explorationsgenehmigung EXNI 453. Ein Ergebnis ist offen — der Ausgang bleibt ungewiss.

Währenddessen dreht das Unternehmen an anderen Stellschrauben.

Wyoming und Arizona als Ausweichroute

In Wyoming hat das Bureau of Land Management (BLM) einen Bohrplan für das South-Pass-Projekt genehmigt. Bevor die Bohrungen beginnen können, muss Nexus Uranium eine Rekultivierungskaution hinterlegen — so schreibt es der Staat Wyoming vor. Das Projektgebiet umfasst rund 3.040 Acres und gilt als potenziell geeignet für In-situ-Gewinnung (ISR), eine vergleichsweise kostengünstige Abbaumethode. Eine definierte Mineralressource existiert bislang nicht.

Frischer im Portfolio ist das Arizona Strip Project. Nexus Uranium erwarb es im März 2026 und hält nun 100 Prozent an 38 BLM-Bergbauschürfrechten im Mohave County. Die Region gilt als eines der produktivsten Uranbezirke der USA — historische Breccia-Pipe-Minen lieferten dort hochgradiges Uran. Zunächst soll historisches Explorationsmaterial gesichtet und die Planung vorangetrieben werden.

Kurs unter Druck, Volatilität hoch

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Die Aktie notiert aktuell bei rund 0,46 Euro — knapp 75 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,83 Euro vom Januar 2026. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 62 Prozent verloren, die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei knapp 90 Prozent. Wer hier investiert, setzt auf eine kleine Explorations-Story mit entsprechend großem Risikoprofil.

Das Gesamtportfolio von Nexus Uranium erstreckt sich über South Dakota, Wyoming, Arizona und die Athabasca-Basin-Region in Saskatchewan. Viele US-Projekte sind auf ISR-Methoden ausgelegt — ein Ansatz, der bei steigender Urannachfrage durch den Ausbau von Kernkraft und KI-Rechenzentren an Attraktivität gewinnt. Ob das reicht, um den Kursverfall zu stoppen, hängt maßgeblich davon ab, wann in South Dakota endlich Klarheit herrscht.