Nexus Uranium steckt beim wichtigsten Projekt weiter fest. Die Anhörung zum Chord-Projekt in South Dakota endete ohne Entscheidung. Damit verschiebt sich der Fokus auf Wyoming und Arizona, wo das Unternehmen schneller vorankommen will.
Der Kurs zeigt diese Unsicherheit klar. Am Freitag schloss die Aktie bei 0,46 Euro, ein Tagesplus von 4,10 Prozent. Seit Jahresanfang steht trotzdem ein Minus von 63,00 Prozent.
Chord bleibt in der Warteschleife
Die Anhörung vor dem South Dakota Board of Minerals and Environment lief vom 18. bis 22. Mai 2026. Sie reichte nicht aus, um den Streitfall zur Explorationsgenehmigung abzuschließen. Neue Termine stehen bisher nicht fest.
Damit bleibt die Zeitachse offen. Für Nexus ist das heikel, weil Chord das zentrale Ressourcenprojekt im Portfolio ist. Das Projekt enthält 2,75 Millionen Pfund U₃O₈ als abgeleitete Ressource, bei einem Durchschnittsgehalt von 810 ppm.
Die Ressource verteilt sich über eine durchschnittliche Mächtigkeit von 8,5 Fuß. Nexus hat das erste Bohrprogramm bereits finanziert. Der Start ist für Sommer 2026 geplant, hängt aber an den Genehmigungen.
Parallel läuft ein Verfahren vor einem Bundesgericht. Dabei geht es um Eilrechtsschutz zu Dolmetschleistungen und um einen möglichen Stopp der Anhörung. Nexus betont, dass dieses Verfahren weder die Genehmigung selbst noch die Qualität des Chord-Projekts angreift.
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Wyoming und Arizona sollen Tempo bringen
Nexus versucht, die Blockade in South Dakota nicht zum Stillstand werden zu lassen. In Wyoming besitzt das Unternehmen die nötigen Genehmigungen für South Pass. Vor dem Start fehlt noch die Hinterlegung der Sicherheitsleistung.
Mehr optionales Wachstum kommt aus Arizona. Nexus schloss am 1. April 2026 die Übernahme des Arizona-Strip-Projekts ab. Der Deal bringt dem Unternehmen eine 100-prozentige Beteiligung.
Das Paket umfasst 38 BLM-Lode-Mining-Claims in Mohave County. Darin liegen sieben Ziele vom Typ Collapse Breccia Pipe. Solche Lagerstätten zählen historisch zu den hochgradigsten Uranquellen Nordamerikas.
Frühere Minen im Arizona Strip förderten Uran mit Gehalten von 0,42 bis 1,08 Prozent U₃O₈. Das ist für Uranprojekte ein starkes Profil. Nexus bezahlte die Akquisition mit 2,7 Millionen eigenen Aktien, ohne laufende Lizenzabgaben.
Auch in Arizona ist ein erstes Bohrprogramm finanziert. Der Start ist ebenfalls für Sommer 2026 vorgesehen. Wie bei Chord bleibt die Genehmigung der nächste praktische Schritt.
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Uranmarkt hilft, aber nicht immer
Der Uranmarkt liefert Rückenwind, aber kein geradliniges Bild. Am 3. Juni 2026 stieg der globale Uranpreis um 3,48 Prozent auf 86,25 Dollar je Pfund. Treiber sind ein strukturelles Angebotsdefizit und mehr langfristige Nachfrage von Versorgern.
Dazu kommt der Energiehunger durch KI-Rechenzentren. Längere Laufzeiten von Reaktoren erhöhen den Bedarf ebenfalls. Diese Trends stützen vor allem Projekte in westlichen Jurisdiktionen.
Auf dem Spotmarkt zeigte sich zuletzt aber Schwäche. Uran-Futures fielen Ende Mai unter 85 Dollar je Pfund. Das war der niedrigste Stand seit fast zwei Monaten.
Die Versorgung bleibt angespannt. Sanktionen, Exportverbote und der Krieg zwischen Russland und der Ukraine belasten den Brennstoffkreislauf. Für westliche Käufer zählt damit nicht nur der Preis, sondern auch Versorgungssicherheit.
Technisch bleibt die Aktie angeschlagen. Sie notiert rund 22 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,58 Euro. Der RSI von 36,9 liegt nahe am überverkauften Bereich.
Der nächste klare Impuls dürfte aus drei Punkten kommen: einem neuen Termin für die Chord-Anhörung, dem Bonding bei South Pass und Genehmigungsfortschritten in Arizona. Bis dahin bleibt Nexus ein Explorer mit viel Projektoption, aber einer offenen Schlüsselentscheidung in South Dakota.
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