Nike steht vor einer Schicksalsnacht. Heute nach US-Börsenschluss präsentiert der Konzern seine Zahlen für das vierte Quartal. Die Erwartungen sind niedrig, die Aktie notiert nahe einem 11-Jahres-Tief.
Analysten rechnen mit einem Umsatz von 10,85 Milliarden Dollar. Das entspräche einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie dürfte auf etwa 0,12 Dollar fallen.
J.P. Morgan senkte das Kursziel im Vorfeld auf 47 Euro. Die Bank stuft das Papier weiterhin mit „Hold“ ein. Stifel reduzierte das Ziel auf 50 Euro und verwies auf die langsame Sanierung.
Schwäche in China belastet
Ein kritischer Punkt bleibt Greater China. Experten erwarten dort einen Umsatzeinbruch von bis zu 20 Prozent. BNP Paribas stuft die Aktie als „Underperform“ ein.
Die Bank kritisiert Nikes Pläne für den chinesischen Markt. Ab 2027 will der Konzern Online-Händler vom Direktvertrieb ausschließen. Analysten bezeichnen diesen Schritt als potenziellen strategischen Fehler.
Im August 2026 steht ein Wechsel im Finanzressort an. David Denton folgt auf Matthew Friend. Denton war zuvor Finanzchef beim Pharmariesen Pfizer.
Index-Gewicht schwindet
Der Abwärtsdruck ist massiv. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 32 Prozent an Wert. Mit aktuell 36,57 Euro ist Nike das am niedrigsten gewichtete Unternehmen im Dow Jones.
Die Dividendenrendite von fast vier Prozent bietet derzeit kaum Schutz gegen den Kursverfall. Anleger warten nun auf den Ausblick für das Geschäftsjahr 2027. Die Zahlen nach Börsenschluss liefern die Antwort darauf, ob das Restrukturierungsprogramm greift.
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