RBC Capital hat am Mittwoch das Kursziel für Nike von 85 auf 78 US-Dollar gesenkt, hält aber an der Outperform-Einschätzung fest. Die Investmentbank begründet den Schritt mit einer längeren Durststrecke bis zur Rückkehr zu profitablem Wachstum. Der Kurs hat sich zuletzt deutlich abgeschwächt – 21 Analysten haben kürzlich ihre Gewinnprognosen nach unten korrigiert.
Die Probleme sind hausgemacht und vielschichtig: Das Geschäft in China belastet, die Marke Converse schwächelt, und US-Zölle drücken auf die Bruttomargen. Diese Faktoren spiegeln sich in den jüngsten Zahlen wider – die Erlöse gingen um 5 Prozent zurück, und für das laufende Jahr wird ein Rückgang beim Nettogewinn erwartet.
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Bewertung normalisiert sich – Einstiegschance?
Trotz der Kürzung der Gewinnschätzungen um 8 bis 10 Prozent traut RBC dem Sportartikelhersteller bis zum Geschäftsjahr 2028 einen Gewinn je Aktie von 3 US-Dollar zu. Die aktuelle Bewertung liegt mit einem KGV von 37,9 zwar noch über historischen Durchschnittswerten, doch nach der jüngsten Kursschwäche sieht die Bank den Titel auf einem „attraktiveren Einstiegsniveau“.
Ein ermutigender Aspekt: CEO Elliott Hill hat Ende Februar persönlich zugeschlagen und Aktien im Wert von rund einer Million US-Dollar erworben. Bei einem Kurs von 61,10 US-Dollar kaufte er 16.388 Papiere und stockte seinen direkten Bestand auf 241.587 Anteile auf. Solche Insider-Käufe werden von Marktteilnehmern oft als Vertrauenssignal gewertet.
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Lichtblicke in Nordamerika und China
Andere Analysehäuser zeigen sich gespalten. Guggenheim bestätigt sein Kaufvotum mit Kursziel 77 US-Dollar und verweist auf wachsende Stückzahlen in Nordamerika sowie positive Preistrends in China. Stifel bleibt bei Halten (65 US-Dollar) und hebt die gesunden Lagerbestände in Nordamerika hervor. UBS sieht die Markenstärke, lässt aber den Zeitpunkt der Trendwende offen – Einstufung Neutral mit Ziel 62 US-Dollar.
Die Investorengemeinde wartet nun darauf, ob die eingeleitete Neuausrichtung der Vertriebskanäle und die Maßnahmen des seit einigen Monaten amtierenden CEO Hill greifen. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben.
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