Nike Aktie: Entscheidende Phase!

Die Ratingagentur S&P Global stuft den Ausblick für Nike auf negativ, nachdem Umsatz und Gewinn im dritten Quartal eingebrochen sind. Analysten senken massiv ihre Kursziele.

Nike Aktie
Kurz & knapp:
  • S&P Global warnt vor möglichem Ratingverlust
  • Nettogewinn bricht um 35 Prozent ein
  • Mehrere Analysten kürzen Kursziele drastisch
  • Insider-Käufe von CEO und Aufsichtsrat

Fast 28 Prozent im Minus seit Jahresbeginn, ein 52-Wochen-Tief nur knapp hinter sich — und nun auch noch ein negativer Ausblick von S&P Global. Nikes Turnaround-Versuch steht unter wachsendem Druck.

S&P dreht den Daumen

Am 17. April revidierte S&P Global seinen Ausblick auf Nike auf negativ. Begründung: Die Profitabilität leidet während des laufenden Umbaus stärker als erwartet. Das ist kein Routinevorgang — eine solche Revision signalisiert, dass die Ratingagentur eine Herabstufung für möglich hält, sollte sich die Lage nicht verbessern.

Die Zahlen geben ihr recht. Im dritten Fiskalquartal 2026 stagnierte der Umsatz bei 11,28 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn brach um 35 Prozent ein. Die Bruttomarge fiel auf 40,2 Prozent — gedrückt durch aggressive Lagerbereinigungen und Zollbelastungen aus 2025.

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Analysten kappen Kursziele

HSBC stufte die Aktie am 13. April von „Buy“ auf „Hold“ herunter und halbierte das Kursziel nahezu: von 90 auf 48 Dollar. UBS, Barclays, Stifel, Truist, Piper Sandler und China Renaissance folgten mit eigenen Kürzungen. Das Konsens-Kursziel liegt aktuell bei 62,34 Dollar — weit über dem aktuellen Kurs von 39,02 Euro.

Hinzu kommt eine pessimistische Prognose für das laufende Quartal. Nike erwartet einen Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Besonders alarmierend: Das Chinageschäft soll um rund 20 Prozent schrumpfen.

Umbau mit Widersprüchen

Nikes Strategie dreht das Rad zurück. Weg vom digitalen Direktvertrieb, hin zu stärkeren Wholesale-Partnerschaften. Das zeigt erste Wirkung: Der Großhandel wuchs im dritten Quartal um fünf Prozent. Nike Direct hingegen schrumpfte um vier Prozent, der digitale Kanal sogar um neun Prozent.

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Parallel dazu setzt Nike auf Produktinnovation. Das neue Dämpfungssystem „Project Amplify“, eine Neuauflage der Air-Technologie und das Konzept „Nike Mind“ — Schuhe, die über Sinnesrezeptoren die Athleten-Konzentration steigern sollen — sind Teil des Versuchs, die Marke als Leistungsmarke neu zu positionieren.

Insider kaufen, Markt zweifelt

Trotz allem zeigen Insider Vertrauen. Nike-CEO Elliott Hill kaufte am 13. April knapp 23.700 Aktien zu je 42,27 Dollar. Apple-Chef und Nike-Aufsichtsrat Tim Cook erwarb drei Tage zuvor 25.000 Aktien. Kein Wunder, dass diese Käufe kurzfristig für Erleichterung sorgten — die Aktie liegt inzwischen sieben Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief.

Ob das reicht, zeigt sich spätestens mit den Zahlen für das vierte Fiskalquartal. Der EPS-Konsens liegt laut Zacks Research bei gerade einmal 0,09 Dollar — nach 0,35 Dollar im Vorquartal. Das ist die eigentliche Messlatte für Nikes Turnaround.

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