Nike hat sich zum Ende der vergangenen Handelswoche etwas vom jüngsten Druck gelöst. Von Entwarnung kann aber keine Rede sein. Der Titel bleibt klar unter seinen mittelfristigen Durchschnittslinien, und auch die Analystenstimmung ist weiter eher vorsichtig.
Am Freitag legte die Aktie um 0,80 Prozent auf 38,50 Euro zu. Das ist ein kleiner Schritt nach oben nach der Schwäche der vergangenen Wochen. Mit einem Minus von 28,70 Prozent seit Jahresbeginn bleibt das Papier aber einer der deutlicheren Verlierer im großen Konsumgüter-Segment.
Technisch erst einmal stabilisiert
Der Kurs hat sich damit knapp über dem jüngsten Tief von 35,99 Euro gehalten. Gleichzeitig liegt Nike weiter 27,16 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 52,85 Euro. Auch der 50-Tage-Durchschnitt bei 40,22 Euro liegt noch über dem aktuellen Niveau. Das zeigt: Der kurzfristige Gegenwind ist nicht verschwunden.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 68,37 Euro fällt noch drastischer aus. Der Titel notiert weiterhin 43,69 Prozent darunter. Die jüngste Erholung wirkt deshalb eher wie eine Verschnaufpause als der Beginn einer belastbaren Trendwende.
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Analysten bleiben zurückhaltend
Bei den Einschätzungen der Häuser überwiegt weiter das Abwarten. Von 36 Brokerhäusern lautet die durchschnittliche Empfehlung „Hold“. 16 Analysten raten zum Kauf, 18 zum Halten und zwei zum Verkauf.
Die Zurückhaltung passt zum Umfeld. Im Sport- und Schuhgeschäft bleibt der Wettbewerb hart, und viele Marken arbeiten in einem stark rabattierten Markt. Nike muss deshalb sauber zwischen Lagerabbau und Preisdruck balancieren. Das ist kein einfacher Spagat.
Margen unter Druck, Umsatz kaum in Bewegung
Im jüngsten Quartal verdiente Nike 0,35 US-Dollar je Aktie und lag damit über der Erwartung von 0,29 Dollar. Der Umsatz stieg nur minimal auf 11,28 Milliarden Dollar. Die Nettomarge lag bei 4,84 Prozent.
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Belastend wirkten unter anderem Zölle, höhere Betriebskosten und rund 230 Millionen Dollar an Restrukturierungsaufwand. Zugleich meldete der Konzern einen leichten Rückgang der Lagerbestände um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das hilft zwar bei der Disziplin, löst das Wachstumsproblem aber noch nicht.
Juni wird zum Prüfstein
Im Juni stehen gleich zwei Termine im Fokus. Nike geht Anfang des Monats ex-Dividende, die Quartalsdividende beträgt 0,41 Dollar je Aktie. In der zweiten Monatshälfte folgt der nächste Quartalsbericht.
Dann wird entscheidend sein, ob Nike im Laufgeschäft und bei Basketball wieder mehr Zugkraft aufbaut. Auch China bleibt ein wichtiger Hebel für die internationale Entwicklung. Für den Moment dominiert aber ein anderes Bild: leichte Stabilisierung am Chart, zähe Erwartungen im operativen Geschäft.
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