Nike stemmt sich gegen den Abwärtstrend. Nach einem schwierigen Halbjahr sendet der Sportartikelriese erste Lebenszeichen an der Börse. Ein Strategiewechsel und prominente Insiderkäufe rücken den Konzern wieder in den Blickpunkt.
Konzernchef Elliott Hill treibt seine „Sport Offense“-Strategie voran. Er führt Nike zurück zu den athletischen Ursprüngen und stärkt die Partnerschaften im Großhandel. Parallel dazu baut das Unternehmen die Führungsriege um: David M. Denton übernimmt künftig den Posten des Finanzvorstands.
Hill demonstriert persönliches Vertrauen in diesen Kurs. Er kaufte zuletzt 23.660 Nike-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 42,27 US-Dollar. Dieser Schritt soll das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen, nachdem das Papier seit Jahresbeginn rund 28 Prozent an Wert verlor.
Licht und Schatten im globalen Geschäft
Die regionalen Zahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. Während der Umsatz in Nordamerika um drei Prozent zulegte, kämpft Nike in China mit Problemen. Dort sank der Erlös zuletzt um zwölf Prozent.
Besonders die Marke Converse bereitet Sorgen. Ein Umsatzminus von 32 Prozent markiert eine schwierige Übergangsphase für das Label. Im Gegenzug überzeugt die Sparte Running: Diese wächst seit fünf Quartalen durchgehend zweistellig.
Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Am Freitag legte das Papier um 3,70 Prozent auf 38,81 Euro zu. Das reicht aus, um über den kurzfristigen Durchschnitt von 37,81 Euro zu klettern. Ein nachhaltiger Trendbruch steht allerdings noch aus, da die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 200-Tage-Schnitt notiert.
Experten bewerten die Umstrukturierung vorsichtig optimistisch. Die Investmentbank Truist bestätigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 47 US-Dollar. Andere Marktbeobachter sehen den fairen Wert sogar bei über 51 US-Dollar.
Für das zweite Halbjahr setzt Nike auf neue Impulse. Die Veröffentlichung der „Shadow“- und „Kobe 4 Draft“-Kollektionen soll die Nachfrage weltweit wieder ankurbeln.
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