Der Sportartikelhersteller Nike kommt nicht zur Ruhe. Ein rascher Wechsel an der Spitze der wichtigen Innovationsabteilung unterstreicht die aktuellen internen Herausforderungen des Konzerns. Während das Management um CEO Elliott Hill um eine Trendwende ringt, zieht die Wall Street nun erste Konsequenzen aus der anhaltenden Schwächephase.
Dritter Chefwechsel in drei Jahren
Am Sonntag übernahm Andy Caine offiziell die Rolle des Chief Innovation Officer. Er folgt auf Tony Bignell, der den Posten nach nicht einmal einem Jahr wieder räumt. Damit verzeichnet Nike bereits den dritten Abgang auf dieser für die Produktentwicklung entscheidenden Position innerhalb von knapp drei Jahren. Caine, der zuvor als Kreativdirektor für den Bereich Sportswear verantwortlich war und an Projekten wie dem Air VaporMax mitwirkte, soll nun dringend benötigte neue Impulse setzen.
Parallel zu den personellen Veränderungen stufte die Investmentbank Piper Sandler die Aktie am Freitag von „Overweight“ auf „Neutral“ herab. Analystin Anna Andreeva kappte das Kursziel deutlich auf 50 US-Dollar, was weit unter dem breiten Marktkonsens von knapp 65 US-Dollar liegt.
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Als Begründung nannte die Expertin einen zunehmend gesättigten Markt für Sportfreizeitkleidung. Gleichzeitig bezweifelt Piper Sandler, dass Nike derzeit über ausreichend Innovationskraft verfügt, um sinkende Volumina auszugleichen. Besonders der rapide Rückgang im klassischen Schuhgeschäft bereitet Sorgen. Dieser Bereich, der einst rund 40 Prozent der Erlöse ausmachte, dürfte Schätzungen zufolge bis zum Geschäftsjahr 2027 auf nur noch 10 Prozent schrumpfen.
Operative Hürden drücken auf den Kurs
Die Kombination aus dem Führungsvakuum im Kernbereich und der Analysten-Skepsis drückte den Kurs am Freitag exakt auf das 52-Wochen-Tief von 36,50 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus für Anleger damit auf über 32 Prozent.
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Neben den strategischen Baustellen belasten handfeste operative Faktoren das Geschäft. Im wichtigen chinesischen Markt fielen die Umsätze zuletzt das vierte Quartal in Folge, diesmal um 7 Prozent. Hohe Lagerbestände und Margendruck durch anhaltende Zölle erschweren die finanzielle Erholung zusätzlich.
Kurzfristige Impulse für eine Neubewertung fehlen derzeit. Piper Sandler verweist darauf, dass der nächste offizielle Investorentag erst für die zweite Jahreshälfte 2026 angesetzt ist. Bis dahin bleibt die finanzielle Lage angespannt, da die aktuelle Ausschüttungsquote der Dividende den Gewinn übersteigt und eine Fortsetzung dieser Zahlungspolitik bei sinkenden Erlösen mathematisch an Grenzen stößt.
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