Nike Aktie: P/E 26,6 trotz 30% YTD-Verlust

Nike verzeichnet starke Verluste und Führungswechsel. Analysten sehen trotzdem Potenzial, doch die Erholung bleibt unsicher.

Nike Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief
  • Laufschuh-Segment wächst stark
  • Mehrere Führungskräfte verlassen Konzern
  • Umsatzrückgang in China erwartet

Der tiefe Fall des Sportartikel-Giganten setzt sich fort. Mit einem aktuellen Kurs von 37,89 Euro notiert die Nike-Aktie gefährlich nah an ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 30 Prozent an Wert verloren. Ein RSI-Wert von 22,6 unterstreicht die massive Schwäche.

Am Markt entbrennt derweil eine intensive Debatte über die Bewertung. Nach 70 Prozent Marktwertverlust seit dem Rekordjahr 2021 suchen Investoren nach dem Boden.

Trügerische Bewertung

Auf den ersten Blick wirkt das Papier günstig. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 1,5 — ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Höchststand von 5,8. Beim Blick auf die Ertragskraft verfliegt dieser Eindruck schnell.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis verharrt bei 26,6. Diese Kennzahl bewegt sich im historischen Durchschnitt und ist für ein Unternehmen mitten im Umbau alles andere als billig. Marktbeobachter warnen: Ohne eine baldige Rückkehr zu alten Margen droht hier eine Wertfalle.

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Lichtblick im Laufschuh-Segment

Operativ zeigt das jüngste Quartal ein gespaltenes Bild. Während der Gesamtumsatz währungsbereinigt leicht schrumpfte, glänzte das Laufschuh-Segment. Hier verzeichnete Nike im dritten Quartal in Folge ein globales Wachstum von über 20 Prozent. Das Management sieht diese Kategorie als Blaupause für den restlichen Konzern.

Indes belasten andere Bereiche die Bilanz schwer. In China erwartet die Führungsetage für das vierte Quartal einen Umsatzrückgang von 20 Prozent. Der Konzern liefert bewusst weniger Ware aus, um Rabatt-Bestände abzubauen. Die Tochtermarke Converse brach zuletzt sogar um 35 Prozent ein.

Führungskrise bremst den Umbau

Erschwert wird die Neuausrichtung durch ein anhaltendes Stühlerücken in der Chefetage. Innovationschef Tony Bignell verließ das Unternehmen nach weniger als einem Jahr. Es ist der dritte Wechsel auf diesem Posten innerhalb von drei Jahren. Der langjährige Nike-Manager Andy Caine übernimmt nun die Rolle.

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Sein Abgang reiht sich in eine längere Liste ein. Unter CEO Elliott Hill verlor Nike im vergangenen Jahr unter anderem die Leiter für Technologie, Strategie und Kommunikation sowie die Regionalchefs für Europa und China. Analysten werten diese Instabilität als zusätzlichen Risikofaktor.

Warten auf den Herbst

Trotz der operativen Baustellen bleibt die Wall Street mehrheitlich optimistisch. Von 25 Analysten rät gut die Hälfte zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 60,90 US-Dollar.

Ein kurzfristiger Kurstreiber fehlt allerdings. Das Management rechnet für die kommenden Quartale mit weiteren Umsatzrückgängen und Margendruck durch Zölle. Erst im Herbst 2026 will Nike auf einem Investorentag in Beaverton die langfristige Strategie detailliert vorstellen. Eine Ausweitung der Bruttomarge erwartet der Vorstand frühestens im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027.

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