Interne Baustellen treffen auf externe Schocks. Neue Handelspolitiken und steigende Zölle bescheren Nike eine massive Kostenwelle. Der ohnehin schleppende Umbau des Sportartikelkonzerns gerät dadurch weiter ins Stocken.
Margen unter Druck
Rund 1,5 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Belastungen kommen auf das US-Geschäft zu. Als Folge erwartet das Management einen Rückgang der Bruttomarge um 300 Basispunkte.
Diese Entwicklung trifft das Unternehmen zur Unzeit. Nike kämpft weiterhin mit vollen Lagern bei klassischen Schuhmodellen. Parallel dazu läuft die strategische Kehrtwende zurück zum Großhandel, nachdem der Fokus auf den Direktvertrieb nicht die erhofften Resultate lieferte. CEO Elliott Hill räumte auf der jüngsten Quartalskonferenz ein, dass die Sanierung mehr Zeit in Anspruch nimmt als geplant.
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Stellenabbau und trübe Aussichten
Um gegenzusteuern, treibt der Vorstand das Effizienzprogramm „Win Now“ voran und streicht etwa 1.400 Stellen. Die Einschnitte betreffen knapp zwei Prozent der weltweiten Belegschaft. Sie konzentrieren sich auf Technologie- und Betriebsabteilungen in den USA und Indien, um Arbeitsabläufe zu verschlanken.
Die jüngsten Geschäftszahlen spiegeln die angespannte Lage wider. Der Quartalsumsatz stagnierte bei 11,28 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Vierteljahr prognostiziert Nike einen leichten Umsatzrückgang. Ein Hauptproblemfeld bleibt Großchina. Hier rechnet der Konzern mit einem Einbruch der Erlöse um 20 Prozent.
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Leerverkäufer bauen Positionen aus
Am Aktienmarkt zeigt sich tiefe Skepsis. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 29 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 38,15 Euro. Mit einem RSI-Wert von 24,5 gilt die Aktie technisch als stark überverkauft.
Spekulanten setzen verstärkt auf weitere Kursverluste. Die Leerverkaufspositionen stiegen im April um fast ein Viertel auf rund 56 Millionen Aktien an. Im gleichen Schritt nutzen einige institutionelle Anleger das niedrige Kursniveau nahe dem Mehrjahrestief für Zukäufe. Der Vermögensverwalter Vanguard baute seine Beteiligung leicht aus und hält nun knapp acht Prozent der Anteile.
Analysten reagieren auf die anhaltende Margenvolatilität mit gesenkten Kurszielen und vergeben mehrheitlich eine Halteempfehlung. Solange die Belastungen durch Zölle anhalten und die Nachfrage in Asien schwächelt, fehlt der Aktie ein fundamentaler Treiber für eine nachhaltige Erholung.
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