Ein Verkauf aus der Führungsetage setzt Nike weiter unter Druck. Executive Vice President Philip McCartney trennte sich von rund 17.400 Aktien. Der Erlös: knapp 804.000 Dollar, zu je 46,18 Dollar je Papier.
Der Verkauf folgte einem vorab festgelegten 10b5-1-Plan. Solche Programme erlauben es Führungskräften, Aktien regelmäßig zu verkaufen – oft zur Deckung von Steuerpflichten. Laut Pflichtmeldung diente die Transaktion genau diesem Zweck. McCartney hält nach dem Verkauf noch 53.133 Nike-Aktien.
Marktumfeld bleibt rau
Die Nike-Aktie notiert aktuell bei 38,84 Euro. Seit Jahresbeginn verlor sie 28 Prozent. Auf Jahressicht ist das Minus mit 28,4 Prozent fast identisch. Vom 52-Wochen-Hoch bei 68,37 Euro trennen das Papier rund 43 Prozent.
Die Analystengemeinde bleibt vorsichtig. Goldman Sachs und UBS vergeben jeweils ein „Neutral“ – mit Kurszielen von 52 und 54 Dollar. Wells Fargo stuft die Aktie nach einer Herabstufung nur noch mit „Equal Weight“ ein. Das Kursziel: 45 Dollar. Die Bank verweist auf internationale Marktstörungen und zu hohe Lagerbestände.
Gemischtes Bild bei Großanlegern
Die institutionelle Seite zeigt Ambivalenz. Allianz SE baute seine Nike-Beteiligung massiv aus – plus 200 Prozent auf knapp 400.000 Aktien. Clal Insurance stockte um 12,8 Prozent auf 660.000 Papiere auf. Gould Capital dagegen zog sich nahezu komplett zurück und verkaufte 98,5 Prozent seiner Position.
Der Konsens der Analysten lautet „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 60,89 Dollar. Eine Dividende von 0,41 Dollar je Aktie sichert den Aktionären eine Rendite von etwa 3,7 Prozent. Ob Nikes laufender Turnaround greift, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Der Druck auf das Management bleibt hoch.
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