Der finnische Netzwerkausrüster steht vor einem massiven strukturellen Umbruch. Um den Fokus voll auf die boomende KI-Infrastruktur zu richten, streicht Nokia weltweit jeden fünften Arbeitsplatz. Dieser radikale Strategieschwenk spaltet aktuell die Wall Street und sorgt für extrem gegensätzliche Analystenmeinungen.
Radikaler Umbau der Kostenstruktur
Berichten zufolge bereitet das Unternehmen die Entlassung von bis zu 14.000 Mitarbeitern vor. Das entspricht rund 20 Prozent der weltweiten Belegschaft. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Kostenbasis an die langfristigen Profitabilitätsziele anzupassen. Der Schritt spiegelt eine deutliche Verschiebung im Geschäftsmodell wider. Machte die klassische Mobilfunkinfrastruktur früher die Hälfte des Konzernumsatzes aus, ist dieser Anteil zuletzt auf etwa 30 Prozent gesunken.
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Stattdessen rückt die KI-Infrastruktur in den Mittelpunkt. Nokia beendete das vergangene Jahr mit einem Auftragsbestand von rund 2,5 Milliarden Euro aus dem KI- und Cloud-Sektor. Zusätzlich beteiligten sich die Finnen kürzlich an einer 45-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde für ODC, einem Spezialisten für KI-gestützte Funknetze. Gemeinsam mit Partnern wie Nvidia und Cisco soll Künstliche Intelligenz direkt in die Basisbandverarbeitung integriert werden, um Energieeffizienz und Spektrumsnutzung für kommende 6G-Netze zu optimieren.
Wall Street extrem uneins
Diese Neuausrichtung und die vorangegangene Kursrally führen zu starken Diskrepanzen bei den Expertenbewertungen vom Freitag:
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- Goldman Sachs: Hochstufung auf „Neutral“ (zuvor „Sell“), Kursziel von 3,50 auf 8,00 Euro angehoben.
- Grupo Santander: Abstufung auf „Underperform“ (zuvor „Outperform“), Kursziel auf 6,85 Euro festgelegt.
Während Goldman Sachs das Wachstumspotenzial bei optischen und IP-Netzwerken hervorhebt, begründet Santander die Abstufung primär mit Gewinnmitnahmen nach der starken Marktperformance. Die widersprüchlichen Signale hinterließen Spuren am Markt. Am Freitag gab das Papier um fast vier Prozent auf 6,90 Euro nach, behauptet aber seit Jahresbeginn immer noch ein starkes Plus von knapp 24 Prozent.
Am 23. April 2026 präsentiert Nokia vor Börseneröffnung die Zahlen für das erste Quartal. Der Marktkonsens rechnet aktuell mit einem Gewinn von 0,04 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 4,59 Milliarden US-Dollar. Dieser Bericht liefert die ersten konkreten Fakten darüber, wie sich die Restrukturierungskosten und der neue KI-Auftragsbestand bilanziell auswirken.
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