Die Erholung der KI-Aktien prägte gestern das Marktumfeld für Nokia. Medienberichten zufolge folgte sie auf einen zweitägigen Ausverkauf; Sorgen über Ausgaben im KI-Sektor und mögliche Regulierung hielten jedoch an. Die Nokia-Aktie legte am Freitag um 3,5% zu.
Wachstum bei unveränderter Gewinnprognose
Nokia hatte vor rund zwei Wochen für das dritte Quartal 2026 einen vergleichbaren Nettoumsatz von 5.154 Millionen EUR gemeldet. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Wachstum von 10% gegenüber dem Vorjahr.
Der vergleichbare operative Gewinn stieg um 35% auf 605 Millionen EUR. Zugleich hielt Nokia an seiner Prognose für den vergleichbaren operativen Jahresgewinn fest: Erwartet wurden weiterhin 2,1 Milliarden EUR bis 2,6 Milliarden EUR.
Vor rund zwei Wochen unterzeichneten Nokia und ICEYE zudem eine Absichtserklärung mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium. Die Beteiligten wollen eine Zusammenarbeit bei souveräner Satellitenkommunikation prüfen.
Netzausbau und erwarteter Datenverkehr
Ein konkretes Netzwerkprojekt betrifft Hotwire Communications: Das Unternehmen wählte Nokia für den Aufbau eines Netzes der nächsten Generation in North Carolina. Nach Angaben von Nokia soll es auf KI-Netzwerkstrukturen vorbereitet sein; die Inbetriebnahme wird Anfang 2027 erwartet.
Nokia veröffentlichte außerdem einen Bericht zur Entwicklung des weltweiten Netzwerkverkehrs. Darin prognostiziert das Unternehmen, dass KI bis 2035 einen Anteil von 44% am globalen Datenverkehr erreichen wird. Das gesamte monatliche Datenvolumen dürfte der Prognose zufolge auf nahezu 3.789 Exabyte steigen.
Während der Hotwire-Auftrag ein konkretes Ausbauvorhaben betrifft, beschreibt der Verkehrsbericht Nokias Erwartung an die langfristige Nachfrage. Für den Ausbau in North Carolina bleibt der angekündigte Betriebsstart Anfang 2027 der nächste zeitliche Anker.
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