Am 23. April öffnet Nokia die Bücher für das erste Quartal. Der Termin markiert einen Wendepunkt für den finnischen Netzwerkausrüster. Erstmals präsentiert der Konzern seine Zahlen unter einer völlig neuen Segmentstruktur. Der Umbau soll das Unternehmen gezielt für den KI-Boom positionieren.
Fokus auf Rechenzentren und KI
Seit Jahresbeginn operiert Nokia in zwei Hauptbereichen. Die „Network Infrastructure“ bündelt das Geschäft mit optischen und IP-Netzwerken. Diese Sparte soll direkt vom rasanten Ausbau globaler Rechenzentren profitieren. Parallel dazu fasst die „Mobile Infrastructure“ das Mobilfunk- und Patentgeschäft zusammen, um die Entwicklung von 6G-Netzen voranzutreiben.
Randaktivitäten landeten in einem dritten Bereich für Portfolio-Geschäfte. Der Vorstand will im Lauf des Jahres klären, welche dieser Einheiten verkauft oder umstrukturiert werden.
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Rallye trifft auf Skepsis
An der Börse sorgte die Neuausrichtung zuletzt für Euphorie. Seit Januar kletterte der Kurs um über 50 Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 8,53 Euro und kratzt damit direkt am jüngsten Jahreshoch. Ein technischer Indikator wie der RSI signalisiert mit einem Wert von rund 75 inzwischen eine deutlich überkaufte Marktsituation.
Pünktlich vor den Zahlen mehren sich die warnenden Stimmen. Die SEB stufte die Papiere auf „Halten“ ab und sieht das Kursziel bei 7,40 Euro. Santander rät mit einem Ziel von 6,85 Euro sogar zum Untergewichten. Die Analysten wittern nach dem starken Lauf eine Gelegenheit für Gewinnmitnahmen.
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Das Management selbst dämpfte im Vorfeld die Erwartungen. Der typische saisonale Umsatzrückgang zum Jahresauftakt dürfte diesmal heftiger ausfallen als üblich. Margendruck durch Wachstumsinvestitionen und Umbaukosten belasten das Ergebnis zusätzlich.
Der Blick auf die Jahresziele
Trotz der kurzfristigen Hürden hält der Vorstand an seinen Ambitionen fest. Für das laufende Jahr peilt Nokia einen operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro an. Bis 2028 soll dieser Wert auf über drei Milliarden Euro steigen. Der anstehende Quartalsbericht am kommenden Donnerstag liefert den ersten harten Datenpunkt, ob die neue Struktur diese Ziele stützt.
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