Der finnische Netzwerkriese steht vor einer entscheidenden Woche mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2025. Nach einer beeindruckenden Kursrallye fragen sich Anleger, ob die radikale Neuausrichtung auf KI und Verteidigung genügend Substanz für langfristiges Wachstum bietet. Während die klassischen Mobilfunknetze unter Wettbewerbsdruck stehen, deuten Partnerschaften mit Tech-Giganten wie Nvidia darauf hin, dass der Konzern seine Nische für die Zukunft gefunden hat.
Berichtssaison und solide Basis
In der Woche ab dem 2. März 2026 wird Nokia seinen Geschäftsbericht „Nokia in 2025“ vorlegen. Die darin enthaltenen Finanzdaten sind keine Überraschung mehr, da die Eckdaten bereits Ende Januar kommuniziert wurden: Ein vergleichbarer operativer Gewinn von 2,0 Milliarden Euro und ein Free Cash Flow von 1,5 Milliarden Euro liegen voll im Rahmen der Prognosen.
Viel wichtiger als der Rückblick ist für Investoren jedoch die Bestätigung der strategischen Weichenstellungen. Der Bericht formalisiert den Übergang in eine neue Struktur, die seit Jahresbeginn greift und das Unternehmen schlanker und schlagkräftiger machen soll.
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Fokus auf KI und Verteidigung
Nokia positioniert sich neu, um vom globalen Boom der Künstlichen Intelligenz zu profitieren. Die Sparte Network Infrastructure verzeichnete zuletzt ein organisches Wachstum von 7 Prozent, getrieben durch Aufträge von Cloud-Anbietern und den Ausbau von Rechenzentren.
Ein wesentlicher Treibstoff für die Fantasie der Anleger ist die Allianz mit Nvidia. Der US-Chipkonzern hat sich nicht nur mit einer Milliarde Dollar am Eigenkapital beteiligt, sondern liefert auch die technologische Basis für den Übergang von 5G zu 6G mittels KI-gestützter Software. Ergänzend dazu erschließt Nokia mit einer neuen, spezialisierten Einheit den Verteidigungssektor als Wachstumsmarkt – ein logischer Schritt, da sichere Konnektivität in geopolitisch angespannten Zeiten zur kritischen Infrastruktur wird.
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Deal mit Telefónica sorgt für Schub
Dass die Strategie auch im operativen Tagesgeschäft greift, zeigt der jüngste Erfolg in Spanien. Nokia wurde von Telefónica als exklusiver Partner für den Aufbau von Edge-Rechenzentren ausgewählt. Diese Technologie, die Rechenleistung näher zum Nutzer bringt, gilt als Schlüssel für schnelle KI-Anwendungen. Der Markt honorierte diesen Vertragsabschluss zuletzt mit weiteren Kursaufschlägen, da er beweist, dass Nokia in den modernsten Infrastruktur-Segmenten wettbewerbsfähig ist.
Die positive Stimmung spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Mit einem Schlusskurs von 6,51 Euro am Freitag notiert das Papier in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 39 Prozent zu Buche, was das zurückgekehrte Vertrauen der Investoren in den Turnaround unterstreicht.
Ausblick auf 2026
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro an. Mit der Hauptversammlung am 9. April und den Q1-Zahlen am 23. April stehen die nächsten Termine zur Überprüfung dieser Ambitionen bereits fest. Gelingt die Skalierung der neuen KI-Sparten wie geplant, rückt das langfristige Gewinnziel von bis zu 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2028 in greifbare Nähe.
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