Noratis Aktie: 16 Millionen von Großaktionären gefordert

Im Insolvenzverfahren der Noratis AG verlangen Anleihegläubiger Transparenz über eine 16-Millionen-Forderung und prüfen einen Kreditfonds über 227 Millionen Euro.

Noratis Aktie
Kurz & knapp:
  • Gläubiger fordern 16 Millionen Euro von Aktionären
  • Nordamerikanischer Fonds bietet 227 Millionen Euro
  • Umsatz steigt, Verlust weitet sich aus
  • Insolvenzplan bis Ende zweiten Quartals nötig

Ein nordamerikanischer Kreditfonds lockt mit einer dreistelligen Millionensumme, während Anleihegläubiger eine härtere Gangart gegenüber den Großaktionären fordern. Bei der Noratis AG geht es im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nun um die Details der künftigen Eigentümerstruktur. Der Druck auf den Sachwalter wächst, eine alte Millionen-Forderung endlich einzutreiben.

Gläubiger fordern Transparenz von Großaktionären

Die e.Anleihe GmbH verlangt als gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger Aufklärung über eine Forderung in Höhe von 16 Millionen Euro. Diese Summe steht gegenüber den Großaktionären der Gesellschaft aus. Bisher wurde die Einzahlung aus unklaren Gründen bereits mehrfach verschoben. Der Sachwalter Andreas Kleinschmidt soll nun prüfen, inwieweit diese Ansprüche im Sinne der Gläubiger konsequent geltend gemacht werden können.

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Parallel dazu fordern die Gläubigervertreter ein sogenanntes Dual-Track-Verfahren. Neben dem Insolvenzplan soll ein geordneter Investorenprozess für die Immobilienbestände gestartet werden. Ziel ist es, das tatsächliche Wertpotenzial des Portfolios offenzulegen und sicherzustellen, dass Anleihegläubiger gegenüber den Eigenkapitalgebern nicht benachteiligt werden.

Refinanzierung an strikte Bedingungen geknüpft

Ein Hoffnungsschimmer für das Unternehmen ist das Angebot eines nordamerikanischen Kreditfonds. Dieser stellt eine Refinanzierung über 227 Millionen Euro in Aussicht. Das frische Kapital ist jedoch an den erfolgreichen Abschluss des Restrukturierungsprozesses gebunden. Ohne einen bestätigten Insolvenzplan wird der Fonds die Mittel nicht freigeben.

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Die finanzielle Lage des Immobilienbestandshalters bleibt derweil angespannt. Zwar stieg der Umsatz zuletzt um elf Prozent auf 67,3 Millionen Euro. Der Verlust weitete sich jedoch massiv auf 28,1 Millionen Euro aus. Hohe Zinsen und notwendige Neubewertungen der Immobilien haben die Eigenkapitalpuffer des Unternehmens nahezu aufgezehrt.

Bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 muss die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan zustimmen. Davon hängt ab, ob die Refinanzierung über 227 Millionen Euro realisiert und der Betrieb dauerhaft gesichert werden kann. Erst mit dem finalen Sanierungsplan wird feststehen, welche Rückzahlungen die ungesicherten Anleihegläubiger tatsächlich erwarten können.

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