Nordex hat am Donnerstag mit einer Zahl geliefert, die selbst optimistische Prognosen übertraf – und der Markt reagierte prompt. Die Aktie des Windturbinenherstellers legte im frühen Handel um knapp fünf Prozent auf 42,52 Euro zu und machte damit einen Teil der Verluste der vergangenen Handelstage wett.
Auftragseingang übertrifft Konsens deutlich
Im zweiten Quartal 2026 verbuchte Nordex einen Auftragseingang von 3.054 Megawatt im Projektgeschäft, ein Plus von 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das erste Halbjahr summiert sich das Volumen auf 4.923 Megawatt, ein Zuwachs von 9,6 Prozent. Kunden bestellten insgesamt 496 Turbinen in zehn Ländern, wobei Deutschland, die USA und die Türkei die stärksten Einzelmärkte waren.
Bemerkenswert: Die Preise blieben stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im Quartal bei 0,97 Millionen Euro je Megawatt, praktisch unverändert zum Vorjahr. Über das Halbjahr kletterte er auf 0,95 Millionen Euro, nach 0,92 Millionen Euro ein Jahr zuvor – ein Effekt, den Nordex vor allem auf Projektumfang und regionale Verschiebungen zurückführt.
Im US-Geschäft erreichte der Auftragseingang mit rund 800 Megawatt in diesem Quartal einen wichtigen Meilenstein, wie Vorstandschef Jose Luis Blanco betonte. Er wertet dies als Vertrauensbeweis der Kunden und als Beleg für die Stärke der Organisation im amerikanischen Markt.
Analysten loben solide operative Umsetzung
Die Reaktionen der Analystenhäuser fielen einhellig positiv aus. Berenberg-Analyst Richard Dawson sieht Deutschland weiterhin als wesentlichen Treiber der Auftragseingänge, während das US-Geschäft zunehmend beitragen dürfte. Oddo BHF wies darauf hin, dass der Auftragseingang zu Quartalsbeginn eher schleppend verlief, sich dann aber wie von Nordex vorhergesagt deutlich beschleunigte – die Bank bestätigte ihr Votum „Neutral“ mit einem Kursziel von 41,50 Euro und sieht das Unternehmen auf gutem Weg, die Jahresprognose 2026 zu erfüllen. Jefferies-Analyst Constantin Hesse geht angesichts der jüngsten Kursschwäche und der soliden operativen Umsetzung sogar von einer attraktiven Einstiegschance aus.
Charttechnisch bleibt der Weg nach oben allerdings nicht ohne Hindernisse. Bei etwa 43,80 bis gut 44 Euro verlaufen mehrere wichtige Durchschnittslinien, die als Widerstand gelten. Bis zum Rekordhoch von 51,70 Euro, erreicht Ende April, ist es noch ein Stück – seit Jahresbeginn steht dennoch ein Kursplus von rund 46 Prozent zu Buche.
Nordex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nordex-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Nordex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nordex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nordex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

