Nordex Aktie: Dividenden-Zeitenwende!

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex kündigt eine jährliche Mindestdividende von 50 Millionen Euro an, gestützt auf starke Rekordergebnisse im Jahr 2025.

Nordex Aktie
Kurz & knapp:
  • Erste Dividendenpläne nach einem Vierteljahrhundert
  • Starker Umsatz- und Gewinnsprung im Vorjahr
  • Ambitionierte Umsatz- und Margenziele für 2026
  • Aktie notiert nahe dem Jahreshoch

Nach 25 Jahren ohne einen einzigen Euro an Aktionäre plant Nordex ab 2027 eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro. Das Ende einer Ära — und der Beginn einer neuen Investorengeschichte.

Rekordzahlen als Fundament

Die Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts. Im Geschäftsjahr 2025 lieferte Nordex starke Zahlen: Der Umsatz stieg auf 7,55 Milliarden Euro, der operative Gewinn (EBITDA) verdoppelte sich auf 631 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte von 4,1 auf 8,4 Prozent — im Schlussquartal sogar auf 12,1 Prozent. Der Auftragseingang legte um 22,5 Prozent auf über 10.200 Megawatt zu.

Warum beginnt die Ausschüttung erst 2027? Ein technischer Grund: Ausschüttungsfähige Gewinne im HGB-Einzelabschluss entstehen erst im laufenden Jahr 2026. Die erste tatsächliche Zahlung an Aktionäre ist damit frühestens 2027 realistisch.

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Zwei Termine im Blick

Bereits am 27. April präsentiert Nordex die Quartalsmitteilung für Q1 2026 — noch vor der Hauptversammlung am 5. Mai in Hamburg. Investoren werden dabei vor allem auf den Stand des Orderbuchs und die Margenentwicklung schauen. Die operative Basis erscheint solide: Ende März sicherte sich das Unternehmen einen 80-MW-Auftrag in Spanien mit Ausbaupotenzial auf 120 MW, im April folgten weitere Aufträge auf dem deutschen Heimatmarkt.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Nordex einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an, bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent.

Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen

Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und wird mit knapp dem 25-Fachen der für 2026 erwarteten Gewinne bewertet — eine ambitionierte Prämie. Schwache Q1-Daten Ende April dürften bei dieser Ausgangslage kaum toleriert werden. Die Hauptversammlung am 5. Mai wird zudem die Erweiterung des Aufsichtsrats um Vertreter des Großaktionärs Acciona auf die Agenda setzen — ein Schritt, der die strategische Verzahnung mit dem spanischen Ankeraktionär weiter vertieft. Ob Nordex die Bewertung operativ untermauern kann, entscheidet sich schon in zwei Wochen.

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Diskussion zu Nordex

Über Dieter Jaworski 2993 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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