Nach 25 Jahren ohne einen einzigen Euro an Aktionäre plant Nordex ab 2027 eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro. Das Ende einer Ära — und der Beginn einer neuen Investorengeschichte.
Rekordzahlen als Fundament
Die Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts. Im Geschäftsjahr 2025 lieferte Nordex starke Zahlen: Der Umsatz stieg auf 7,55 Milliarden Euro, der operative Gewinn (EBITDA) verdoppelte sich auf 631 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte von 4,1 auf 8,4 Prozent — im Schlussquartal sogar auf 12,1 Prozent. Der Auftragseingang legte um 22,5 Prozent auf über 10.200 Megawatt zu.
Warum beginnt die Ausschüttung erst 2027? Ein technischer Grund: Ausschüttungsfähige Gewinne im HGB-Einzelabschluss entstehen erst im laufenden Jahr 2026. Die erste tatsächliche Zahlung an Aktionäre ist damit frühestens 2027 realistisch.
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Zwei Termine im Blick
Bereits am 27. April präsentiert Nordex die Quartalsmitteilung für Q1 2026 — noch vor der Hauptversammlung am 5. Mai in Hamburg. Investoren werden dabei vor allem auf den Stand des Orderbuchs und die Margenentwicklung schauen. Die operative Basis erscheint solide: Ende März sicherte sich das Unternehmen einen 80-MW-Auftrag in Spanien mit Ausbaupotenzial auf 120 MW, im April folgten weitere Aufträge auf dem deutschen Heimatmarkt.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt Nordex einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an, bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent.
Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen
Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und wird mit knapp dem 25-Fachen der für 2026 erwarteten Gewinne bewertet — eine ambitionierte Prämie. Schwache Q1-Daten Ende April dürften bei dieser Ausgangslage kaum toleriert werden. Die Hauptversammlung am 5. Mai wird zudem die Erweiterung des Aufsichtsrats um Vertreter des Großaktionärs Acciona auf die Agenda setzen — ein Schritt, der die strategische Verzahnung mit dem spanischen Ankeraktionär weiter vertieft. Ob Nordex die Bewertung operativ untermauern kann, entscheidet sich schon in zwei Wochen.
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